Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 4. (Dritte Folge, 1906)

Major Semek: Repressaliengefechte gegen die Montenegriner im Jahre 1838

178 Sernek. handlungen als Beruhigung der Diplomatie mit. Der Yladika versprach einstweilen seine Untertanen zu besänftigen und zum Frieden anzuhalten. Hart ist es hier Geschichte und keine Satire diplomati­scher Tätigkeit zu schreiben. Damit war aber eine Situation geschaffen, die beim ge­ringsten Anlaß zu Feindseligkeiten führen mußte. Stärkeverhältnisse und Terrainverhältnisse für den Kampf zwischen Österreich und Montenegro. Die Stärkeverhältnisse Österreichs in jener Gegend waren ungünstig, die Zahl der Truppen eine geringe. Alle Garni­sonen und Posten dependierten vom Generalkommando zu Zara, welches FML. Graf Lilienberg als Haupt der Militär- und Zivilbehörde innehatte1). Von den im Pastrovicchio gelegenen Posten (Casetten) waren S. Stefano mit 77, dessen Dependenzen Marovich mit 29, Spiridione mit 12, Oradienizza mit 12, Gomila mit 17 Mann der 2. Kompagnie; Castellastua mit 74, dessen De­pendenzen, Novoselo mit 46, Vidrák mit 17, Gospodia, Zmilova- Uliza, Vieterno-Gumno je mit 5, das Blockhaus mit 13 Mann der 1. Kompagnie des 8. Jägerbataillons besetzt. Eine Jägerkompagnie lag in Braici, Pobori und Maini, eine weitere in Podmaini. Auf die Mithilfe dieser beiden war bei kriegerischen Verwicklungen im Pastrovicchio nicht zu rechnen, sie waren für den Schutz ihrer Aufstellungsorte un­entbehrlich. Unterstützung konnten nur Budua, das von einer Jäger­kompagnie und einer Kompagnie des 2. Bataillons vom In­fanterieregiment Erzherzog Friedrich (jetzt Kr. 16) besetzt war, und Cattaro gewähren, in welchem gleichfalls eine Jäger­kompagnie und dreieinhalb Kompagnien desselben Bataillons von Erzherzog Friedrich garnisonierten. Der Kommandant des Jägerbataillons war Oberstleutnant Boßbach, jener des Infanteriebataillons Major Guolfinger. Als Brigadier fungierte GM. Turski. *) Anhang I und II.

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