Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 4. (Dritte Folge, 1906)

Hauptmann Veltzé: Dis Schlacht an der Piave. (8. Mai 1809.)

152 V e 1 t z é. Es nahmen daher an der Schlacht am linken Piaveufer aktiv teil: Avantgarde 6 Bat. , 4 Eskadr., 3600 Mann, 500 Reiter Broussier 9 57 1 5000 „ 100 „ Lamarque 12-? 55 7100 57 Abbé . . 14 57 1 7700 100 „ Durutte . 4 77 55 2400 „-55 Veliten . 3 77 55 1800 „ 55 Sahuc . . — 57 16 55 1600 „ Grouchy — 55 12 7? 1450 „ Pully . . — 57 12 7? 1350 „ Summe . 48 Bat., 46 Eskadr., 27.600 Mann, 5100 Reiterx) Prinz Eugen Beauharnais hatte am 8. Mai 1809 den von ihm so lang ersehnten Erfolg endlich an seine Fahne gefesselt; in überschwenglichen Worten berichtete er seinem kaiserlichen Adoptivvater über die Taten der seinem Befehl unterstellten Truppen — seinen ersten Sieg über die öster­reichischen Waffen. Kühn in ihrer Anlage, zielbewußt in der Ausführung, verdient die Forcierung einer immerhin bedeutenden Fluß­linie angesichts der kampfbereiten Armee des Erzherzogs Johann gewiß alle Anerkennung; doch darf, abgesehen von der bedeutenden Übermacht, welche der Yizekönig in die Wagschale werfen konnte, nicht übersehen werden, daß die Österreicher in erster Linie nur um Zeitgewinn kämpften — und daß sie, trotz der schließlichen Räumung des Schlacht­feldes, wenn auch nach bedeutenden Verlusten, diesen Zweck auch tatsächlich erreicht haben. Eine zweite Frage ist es allerdings, ob nicht andere Mittel zu demselben Ziele geführt hätten, ob einige Stunden Vorsprung für den Train die empfindlichen Opfer wert waren, welche die Österreicher im Verlauf der Kämpfe an der Piave notgedrungen bringen mußten. Recht freimütig und offen äußert sich darüber der österreichische Feldherr selbst, indem er seinen Erinne­') Siehe auch Anhang II.

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