Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 3. (Dritte Folge, 1904)

Major Semek: Die Artillerie im Jahre 1809

74 Sernek. wurde in dem Karren respektive Feuerwerkskasten mit­geführt *). Als Detail sei bemerkt, daß der Dreipfünder und das sechspfündige Kavalleriegeschütz sowohl Kugelpatronen als Kartätschen im Magazine respektive in der Wurst mit sich führten, der Sechs- und Zwölfpfünder hingegen nur Kartätschen. Die Geschoßzahl, mit welcher die verschiedenen Geschütz­gattungen im Jahre 1809 dotiert wurden, oder wie man damals sagte, die Anzahl der verschiedenen Geschosse bei den Batterien — im Gegensätze zu jenen bei der Keserve — war folgende: Verteilung der Geschosse bei den verschiedenen Geschützen. Gattun g des Geschützes Bezeichnung des Geschosses Kugel­patronen Kar­tätschen Schrot­büchsen Granaten Leucht­kugeln Dreipfünder..................... 132 36 8 — — Sechspfunder..................... 160 28 — — — Zwölfpfünder................. 70 32 — — — Ordinäre siebenpfündige Haubitze......................... — — 10 80 3 Sechspfündige Kavallerie­kanone ......................... 12 4 . 24 — — — Siebenpfündige Kavallerie­haubitze ......................... — — 13 6 2 1 Die Anzahl der Pulverpatronen, welche die Haubitzen in den Würsten respektive Protzen und in den Karren mit sich führten, übertraf jene der dazu gehörigen Geschosse be­deutend; für die Zahl der Schüsse, welche abgegeben werden konnten, hatte ja nur die Menge der Geschosse Bedeutung. An Schußarten unterschied die damalige Artillerie für die Kanonen theoretisch im ganzen fünfzehn. Ihre Anführung entbehrt nicht eines gewissen Interesses. Es waren: Der Horizontalschuß, der Visierschuß über das Metall (Visierlinie), der Schuß mit dem Aufsatze, der gesenkte Schuß, auch der dominierende genannt, wenn das Geschütz das zu treffende Objekt überhöhte, der rotierende Schuß, der ») K. A., Mem. 1802, XIII, 57.

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