Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 3. (Dritte Folge, 1904)

Major Semek: Die Artillerie im Jahre 1809

Die Artillerie im Jahre 1809. 71 Ausweis der Geschützzahl, Bedienungsmannschaft und Wagen bei einer Batterie. Art der Batterie Geschütze Wagen Mann­schaft vom j Kanonen Haubitzen Munitions­karren1) J Bagage F ourage Artillerie­re giment 1 Hand­la nge rkorps Dr eipfündige Brigadebatterie 8 _ 8 2 _ 32 32 Se chspfündige „ 8­8 2 — 32 48 Sechspfündige Positionsbatterie 4 2 6 1 —■ 20 38 Zwölfpfündige „ 1 2 6 1 — 20 46 Sechspfündige Kavalleriebatterie 4 2 3 — 6 32 — *) Bei den ausgewiesenen Zahlen der Munitionskarren ist der Feuer­werkskasten für die Haubitzen mit einbegriffen. Außer der in der Tabelle angeführten Mannschaft waren bei den mit Haubitzen versehenen Batterien noch die Bombar­diere von Seite des Bombardierkorps eingeteilt. Die Mannschaft der Brigade- und Positionsbatterien war zu Fuß, jene der Kavalleriegeschützbatterien wurde während der Bewegung teils auf der Lafettenwurst fortgebracht, teils war sie auf den Forpferden beritten. Bei den Kavalleriebatterien waren außer den Munitionskarren per Geschütz vier Pack­pferde eingeteilt, von denen je zwei durch berittene Kanoniere geführt wurden1). Für je zwei Geschütze entfiel neben der Bedienungs­mannschaft ein Korporal. Zur Aufrechterhaltung der Disziplin war dem Batteriekommandanten außer der Artilleriemannschaft auch jene des Handlangerkorps und die Bespannungsmannschaft des Fuhrwesens unterstellt. Bezüglich Verpflegung unter­stand die Artillerie dem Häuptmann bei der Division, die Handlanger und das Fuhrwesenpersonale waren an den Haupt­mann respektive Kittmeister ihrer Truppe gewiesen, der beim Korps eingeteilt war. ') Infolge der großen Verluste an Packpferden in und nach der Schlacht hei Regensburg, wurde noch im Laufe des Jahres 1809 die Zahl derselben per Kavalleriegeschütz auf zwei beschränkt und für die zwei entfallenden ein zweispänniger Munitionskarren bestimmt.

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