Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 3. (Dritte Folge, 1904)

Hauptmann Veltzé: Aus den Tagen von Pordenone und Sacile. Die österreichische Offensive in Italien 1809 (10. bis 30. April) - Vorrücken der Österreicher bis an den Tagliamento - Affären bei Codroipo

156 Ve 1 t z é. wehrbataillon dann 1 Eskadron Erimont-Husaren und Vs drei­pfündige Brigadebatterie. Zusammen 27 Kompagnien, 1 Eskadron, 4 Geschütze. Der französische Kommandant von Palmanova, General Schilt, empfing am 13. April die Aufforderung zurUbergabe der Festung innerhalb einer halben Stunde1); seine günstige Lage gestattete ihm, eine stolze* abweisende Antwort zu erteilen2). Es war selbstverständlich nicht möglich gegen die wohl­armierte Festung mit dem erwünschten Nachdruck vorzugehen, da es in erster Linie an der notwendigen Artillerie gebrach und der österreichische Befehlshaber seinerseits bedacht sein mußte, die Truppen der feindlichen Artilleriewirkung möglichst zu entziehen. Innerhalb der ganz ausgebauten, sturmsicheren Werke war Proviant auf drei Monate vorhanden3). Es konnte sich also nur darum handeln, das vorrückende österreichische Heer vor einer Diversion im Kücken zu schützen. Zu diesem Zwecke wurden folgende Punkte besetzt: San Giorgio, Muscoli, Aquileja, Campolongo, Komans, Yersa, Medea (Haupt­quartier), Borgnano, Mediuza, Chiasielis, Yiscone, Lavariano, San Stefano, Mortegliano4). Schweres Geschütz wurde von Triest requiriert. Da das 1. Görzer Landwehrbataillon in Gradisca zurück- gelassen worden war, so konnte Gavassini am 13. April dem Erzherzog nur 3 Bataillone Reisky, 1 Bataillon Franz Karl und 6 Eskadronen Erimont-Husaren nach Udine als Ver­stärkung zuführen. Affären bei Codroipo. Während die Armee bei Udine rastete und den Nachschub des Trains ab wartete, rückte die Avantgarde auf der Straße gegen Codroipo vor, ließ ein Bataillon vom Banalregimente J) K. A., F. A. 1809, Ital.,'IV, ad 72 c. 2) ,,J’ai requ votre lettre de ce jour; vous me jugeriez peu digne de la confiance qui m’a été accordée, et présumeriez mal des troupes sous mon commandement, si j’obtempérais ä la demande qu’elle contient; je me borne done ä vous en accuser réception.” 3) Pelet, III, 119. 4) K. A., F. A. 1809, Ital., IV, ad 61.

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