Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 3. (Dritte Folge, 1904)

Major Kematmüller: Wasserbauten des Hofkriegsrates 1724-1740

Wasserbauten des Hofkriegsrates 1724—1740. 5 bänke rasiert und das Rinnsal seinen Lauf bekommen, so wird dieser Marchfluß recht gut, bequem und vornehm werden”. „So man mit diesem District [bis Napajedl] fertig, wird man weiter fort avancieren, in dem auch die Stadt Olmütz willens ist, von Napagedl bis Olmütz, auf ihre Kosten, räumen zu lassen und auch sich des großen Nutzens bedienen, wenn auch nur allein das Commercium zu Wasser mit dem Salz wäre, so haben Ihro kais. Majestät einen großen Nutzen, in dem man auf einem Schiff oder Plätte mehr als 300 Zentner Salz führen wird können, wozu man jetzt sehr viele Wagen brauche und das Fuhrlohn ein ungeheuer großes sei.” Nach diesem Projekte sollten March, Beczwa und Oder das ganze Jahr hindurch schiffbar und Überschwemmungen ausgeschlossen sein; auch betonte Linck den hervorragenden kommerziellen und finanziellen Erfolg dieser einmaligen gründ­lichen Regulierung der March und deren Verbindung mit der Oder. Über die Durchführung der Marchregulierung geben die Akten keine weiteren Anhaltspunkte; das Projekt der Verbindung der March, mithin auch der Donau mit der Oder, wurde von den mährischen Landesbehörden, wahrscheinlich aus finanziellen Gründen, nicht weiter beachtet und fiel der Vergessenheit anheim, während dem neuen Projekte, dessen Verwirklichung nahe bevorsteht, die gebührende Anerkennung einer großen Errungenschaft allseits gezollt wird. DieVerwaltung des durch den Frieden vonPassarowitz 1718 neuerworbenen Banates wurde dem Hofkriegsrate übertragen und diesem hiedurch die Aufgabe zuteil, Sumpf und Wüste in ertragreiches Kulturland umzuwandeln. Die mit großem Erfolge durchgeführte Ansiedlung der Schwaben liefert ein glänzendes Zeugnis für die Geschicklich­keit und Umsicht, mit welcher der Hofkriegsrat die Lösung seiner Aufgabe anstrebte. Es galt jedoch auch ausgedehnte Sumpfstrecken passierbar und für die Bebauung geeignet zu machen, insbesondere jene der Tem.es und Bega, deren Sumpf­terrain in dem Raume Temesvár, Belinc derart zusammen-

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