Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 3. (Dritte Folge, 1904)

Major Semek: Die Artillerie im Jahre 1809

96 Sernek. Die Zuweisung der auszuliebenden Rekruten wurde nachfolgend geregelt: Jene aus Galizien und Mähren waren in Olmütz zu sammeln, jene aus Innerösterreich in Graz, die aus Niederösterreich, Ob er Österreich und Salzburg in Wien. Von den in Wien Eintreffenden waren jedoch 150 nach Graz, 138 nach Linz zu senden. Als Errichtungsstationen wurden bestimmt: Wien, Krakau, Olmütz, Prag, Brünn und Linz. Hiezu wurden vorerst die beiden in Theresienstadt befind­lichen Kompagnien nach Prag, die eine der bisher in Wien (respektive Rauhenwarth) gelegenen Kompagnien Ende Februar nach Linz gesendet und späterhin die beiden Kompagnien aus Olmütz nach Brünn verlegt. Die Bildung der Handlangerkriegskompagnien für die verschiedenen Korps erfolgte in folgender Weise: Für das l.und 2. Korps in Prag aus den beiden daselbst be­findlichen Friedenskompagnien und den Rekruten aus Böhmen; für das 3. Korps und das 1. Reservekorps in Brünn aus den beiden dort befindlichen Friedenskompagnien und einem Teil der in Olmütz gesammelten Rekruten aus Mähren und Galizien; für das 4. Korps wurden die nötigen Kompagnien aus den Handlangern der Infanterieregimenter der ungarischen Reserve der daselbst befindlich gewesenen Grenzer und jenen Handlangern gebildet, welche die aus Preßburg nach Wien abgesendeten Liniengeschütze (einiger Regimenter) be­gleitet hatten. Die Formierung der dem Korps zukommenden 3 Hand­langerkompagnien erfolgte in Wien. Für das 5. Korps geschah die Bildung der Kompagnien in Olmütz; für das 6. Korps und das 2. Reservekorps in Linz und Olmütz und zwar ebenfalls aus dem Stande der daselbst befindlichen Friedenskompagnien und den zudisponierten Rekruten; für das 7. Korps1) wurden die bei der aufgestellten Reserve in beiden Galizien verwendeten bisherigen Infanteriehandlanger in Krakau formiert und die Aushilfe von Brünn geleistet. ') K. A., H. K. R. 1809, K. 12, 44/22.

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