Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/2. (1901)

Aufgelöste Truppenkörper zu Pferd - II. Cürassier-Regimenter

— 595 — 1697 kämpfte das Regiment in der Schlacht bei Zenta und stand 1698 erneuert in Siebenbürgen. Pálffy. 1701 auf dem Kriegs-Schauplatze in Italien stehend, focht das Regiment bei Carpi und Chiari. 1702 zeichnete es sich unter Obristlieutenant Reichardt bei Luzzara aus, ebenso eine Abtheilung unter Rittmeister Ungar in dem vorhergegangenen Gefechte bei Castelletti. Ein Detachement an dem Streifzuge nach Mailand (unter Da via) theilgenommen. 1703 stand das Regiment bei den Truppen am Po und nahm ein Detache­ment an dem Reiterzuge des Generals Visconti nach Piemont (Gefecht bei Dernice) theil. Zwei Escadronen rückten Ende 1703 im Corps Starhemberg nach Piemont. 1704 die in der Lombardié zurückgebliebenen Abtheilungen in keine grössere Action gekommen, ebenso die in Piemont. 1705 erstere bei Cassano gefochten; 1706 kämpfte das vereinigte Regiment vor Turin und kam dasselbe später an den unteren Po, wo Obristlieutenant Johann Graf Locatelli ein glückliches Gefecht bei S. Panerazio bestand. -----' 1707 war das Regiment in Piemont verblieben, rückte 1708 an den Rhein und dann in der Mosel-Armee nach den Nieder­landen, wo es 1709 die Schlacht bei Malplaquet mitmachte. 1710 in den Niederlanden, ohne in Action zu treten. 1711 stand es im Verbände der Reichs-Armee, 1712 jedoch wieder in jener Eugen’s in den Niederlanden. 1713 diente es abermals am Rhein. 1716 zur Armee in Ungarn eingetheilt, focht ein Detachement des Regiments bei Carlowitz (Friedens-Capelle), das Regiment -bei Peterwardein und der Belagerung von Temesvár; 1717 stand es vor Belgrad und erlitt in der dortigen Schlacht bedeutende Verluste. Johann Pálffy1). 1734 wieder auf dem Kriegs-Schauplatze in Italien eingetheilt, focht das Regiment bei Parma, Quistello und Guastalla, kam 1735 vorübergehend nach Deutschland, später wieder nach Italien zurück, aber in keine Action. 1737 ursprünglich im Banater Corps eingetheilt, machte das Regiment später die Operationen in Serbien mit. 1738 in der Haupt-Armee bei Mehadia gefochten. 1739 erlitt es bei Grocka bedeutende Verluste. 1742 stand das Regiment bei der Armee in Böhmen, Belagerung von Prag, 1743 in der Haupt-Armee (Treffen bei Simbach), dann in Bayern zurück­geblieben. 1744 im Corps Batthyányi in Böhmen, Gefecht bei Beraun. 1745 kämpfte es bei Hohenfriedberg und Soor; später auf den Kriegs­schauplatz in Italien gerückt, focht das Regiment 1746 bei Rottofreno und machte dann die Expedition in die Provence mit. Löwenstein. 1757 nahm das Regiment an den Schlachten bei Prag, Breslau und Leuthen theil. Daun. 1758 Schlacht bei Hochkirch. 1759 focht es unter Oberst Ziegesar mit Auszeichnung bei Meissen, ausser dem Regiments - Commandanten noch Oberstlieutenant Carl Graf St. Julien und Major Marchese Bottá sich hervorgethan; letzterer nach­träglich mit dem MTO. decoriert. J) Zum Unterschiede von dem Begiment Carl Pálffy (früher Württemberg) so genannt. 38*

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