Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - C. Die Uhlanen-Regimenter Nr. 1-8, dann 11-13

- 348 — 1778/79 war das Regiment bei der Haupt-Armee in Böhmen und bestanden Abtheilungen desselben die G-efechte bei Giesshübel und Brüx. Karaiczay. 1793 auf den Kriegs-Schauplatz in den Niederlanden gerückt, zeichnete sich die Majors-Division in dem Gefechte bei Herve aus1), Abtheilungen fochten bei Neervvinden, der Eroberung des Camp-César, vor Dünkirchen und bei Cysoing. 1794 focht das Regiment vor Landrecies (bei le Cäteau), bei Tourcoing, Tournav und Fleurus (zweite Schlacht). Major Emanuel von Schustekh, welcher sich in den abgelaufenen Feldzügen mehrfach durch besondere Bravour hervorgethan hatte, wurde 1796 mit dem MTO. decoriert. 1795 waren 2 Escadronen in dem Gefechte bei Millingen-Vreden, das Regiment in jenen bei Urdingen, an der Pfrimm und bei Lauterecken, wo es sich mehrfach ausgezeichnet, ebenso eine Division bei Meissenheim und eine Escadron bei der Einnahme von Thalheim. 1796 in der Armee des Erzherzogs Carl eingetheilt, zeichnete sich je eine Division hei Wetzlar-Ukerath aus, ebenso das Regiment bei Amberg und Würzburg. Abtheilunjen desselben fochten bei Hirschaid, Emmendingen und Schliengen und stand das Regiment später, sowie Anfangs 1797 vor Kehl. Oberlieutenant Graf Mi er sich als geschickter Parthei- gänger bewiesen. Dragoner-Regiment Nr. 4. 1799 hatte das Regiment seine Eintheilung auf dem Kriegs-Schauplatz in Italien und focht theils vereint, theils abtheilungsweise bei Pastrengo- Verona, Magnano und mit besonderer Auszeichnung in der Schlacht an der Trebbia. ebenso in jener beiNovi. Endlich betheiligten sich noch Abtheilungen an dem Treffen bei Fossano. dem Gefechte bei Centallo, der Schlacht bei Genola, dem Gefechte bei Borgo San Dahnazzo u. A. Kegiments-Commandant Oberst Joseph Graf Nimptsch erhielt für die vorzügliche Führung des Regiments bei mehrfachen Gelegenheiten, insbesondere an der Trebbia, den MTO. Oberstlieutenant Pro venchéres, Major Baron Ludwigsdorff und Rittmeister Adam Baron Walterskirchen unter den wiederholt Ausgezeichneten genannt. 1800 stand das Regiment im nördlichen Piemont und nahm eine Escadron an dem Gefechte bei Susa theil; in der Schacht bei Marengo erlitt es empfind­liche Verluste und focht später bei Valeggio-Pozzolo, 1801 bei Oaldiero und Montecchio-Maggiore. Chevauxlegers-Regiment Nr. 2. Hohenzollern. 1805 stand das Regiment in Süd-Tyrol, später im Puster- Thale und kam nur eine bei der Brigade Rohan detachierte Escadron unter Rittmeister Franz Freiherrn von Esch bei Bozen zur Action (bei Castelfranco mit den übrigen Truppen dieser Brigade in Kriegsgefangenschaft gerathen). 1809 stand das Regiment im 8. Corps und gelangten 2 Divisionen (Oberst-und zweite Majors-) in Italien, die Oberstlieutenants-Division und erste Majors- 1. Escadron, jedoch meist abtheilungsweise, in Tyrol zur Verwendung; die erste Majors- 2. Escadron endlich stand bei den Truppen in Dalmatien. Von den in Italien verwendeten Abtheilungen zeichnete sich die Oberst- Division unter persönlicher Führung des Regiments-Commandanten Obersten Freiherrn von Ludwigsdorff, der schwer verwundet wurde, in der Schlacht bei Pordenone, beziehungsweise dem Avantgarde-Gefechte bei Rorai grande aus. Auch die beiden Escadrons-Commandanten, Rittmeister Chevalier Martyn und Baniliza, wurden in dieser Affaire belobt. Die zweite Majors-Division unter Major Lachowski focht mit Aus­zeichnung bei Sacile. ') Wegnahme von 17 Kanonen.

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