Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)
Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15
— 180 — 1794 stand das .Regiment am Ober-Rhein, Gefecht bei Mannheim. 1795 ebendort eingetheilt, war eine Escadron in dem Gefechte bei Schriesheim; das Regiment focht mit Auszeichnung bei Handschuhsheim. Rittmeister Graf Hardegg erwarb sich hier den MTO. 1796 in der Ober-Rhein-Armee eingetheilt, focht das Regiment (Abtheilungen) bei Ettlingen, Cannstadt, später bei Geisenfeid, Emmendingen und Schliengen (in den beiden letztgenannten Affairen wenig engagiert). Zwei Divisionen kamen später zu der Belagerung von Kehl. 1797 nahm das Regiment an den Gefechten bei Diersheim-Honau und an der Rench theil. Cürassier-Regiment Nr. 8. 1799 auf dem Kriegs-Schauplatz in Deutschland eingetheilt, focht das Regiment bei Ostrach und Stockach und verbheb dann bei den Truppen am Rhein: vor Mannheim stehend, kam es bei der Erstürmung von Neckarau nicht zur Verwendung. 1800 nahm das Regiment an der Schlacht bei Möskirch, den Gefechten bei Dillingen, Ingolstadt und Neuburg theil (Hohenlinden nicht mitgemacht). 1805 auf dem Kriegs-Schauplatz in Deutschland eingetheilt (Corps Werneck), focht das Regiment bei Elchingen und gerieth der grösste Theil des Regiments durch die Capitulationen von Trochtelfingen und Ulm in Kriegsgefangenschaft. Einigen kleineren Abtheilungen gelang es, sich an das Corps des Erzherzogs Ferdinand anzuschliessen. 1809 im 1. Reserve-Corps der Armee in Deutschland eingetheilt, focht das Regiment bei EggmühL (Egloffsheim), Regensburg, zeichnete sich bei Aspern und Wagram aus und kämpfte schliesslich noch bei Tesswitz (Znaym). Gross für st Constantin. 1813 in der Haupt-Armee eingetheilt, war das Regiment in der Schlacht bei Dresden und zeichnete sich in jener bei Leipzig aus; 1814 focht dasselbe unter seinem Commandanten Obersten Fürsten Windisch-Graetz mit besonderer Auszeichnung bei Troyes, Arcis-sur-Aube, ebenso bei la Fere-Champenoise. Der zweite Oberst Paul Freiherr von Wernhardt, welcher sich schon bei Leipzig ausgezeichnet hatte, wurde mit dem MTO. decoriert; Oberst Fürst Windisch-Graetz, sowie eine grössere Zahl von Officieren erhielten russische Orden. 1815 in Frankreich, ohne Gefecht. Auersperg dann Preussen. 1848 nahmen zwei Divisionen an der Unterdrückung des Aufstandes in Prag theil, das Regiment rückte dann unter FM. Windisch-Graetz vor Wien, wo es das Treffen bei Schwechat mitmachte; in der späteren Vorrückung nach Ungarn betheiligte es sich an dem Gefechte bei Parndorf. 1849 in das Corps Schlik eingetheilt, nahmen Abtheilungen an den Gefechten bei Eperies, Füge, dem Ueberfall auf Pétervásár, dem Gefechte bei Sirok theil; das Regiment focht mit Auszeichnung bei Verpeléth-Kápolna, ferner bei Mezó'-Kövesd, Hatvan und Isaszeg und kam dann zur Cernierung von Komorn, bei welcher es verblieb, ohne an den weiteren Operationen theilz unehmen. Für Auszeichnung in diesen Feldzügen wurden decoriert mit: EKO. 1. Regiments-Inhaber FML. Graf Auersperg. LO. Oberstlieutenant Wilhelm Prinz zu Schleswig-Holstein. MVK. Oberlieutenant Carl Ritter von Eisenstein. (Als Ordonnanz- Officier in Verwendung.) 1859 wurde der als Ordonnanz-Officier auf dem Kriegs-Schauplatz in Italien verwendete Rittmeister Theobald Graf Czernin mit dem MVK. decoriert.