Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

- 177 — 1620 stand das Regiment in Mähren und Nieder-Oesterreich. Florentiner-Regiment1). Im November desselben Jahres focht es in der Schlacht am Weissen Berge bei Prag. 1621 war es in Ungarn und nahm an einigen Affairen vor Neuhäusel theil. 1622 stand dasselbe in Mähren. Arquebusier-Regiment. Strozzi. 1624 rückte dieses neu formierte Regiment in das Reich, 1625 jedoch nach den Niederlanden, wo es an der Belagerung von Breda theilnahm, später trat es wieder in den Verband der Armee im Reiche, wo es 1626 an der Dessauer Brücke kämpfte; später rückte es nach Mähren. Cürassier-Regiment. 1627 war es unter Waldstein in Holstein und Jütland, 1628 in Mecklenburg; 1629—1630 im Jülich’schen gelegen, ohne in Action zu treten. 1631 war das Regiment vor Magdeburg und in der Schlacht bei Breitenfeld. 1632 in Böhmen, bei der Belagerung von Eger, dann vor Nürnberg; später unter Gallas in Sachsen, endlich an der Schlacht hei Lützen theil- genommen. 1633 diente das Regiment in Schlesien, Gefecht bei Steinau u. A., später kam es zur HauptWrmee nach Bayern. 1634 betheiligte es sich an der Einnahme von Regensburg, dann der Schlacht hei Nördlingen und stand später in Franken. 1635 diente es unter Gallas am Rhein, im Maynz’schen, dann in Lothringen. Puechhaimb. 1636 diente es wieder unter Gallas am Rheni, 1637 unter Götz in Sachsen, wo es das Gefecht bei Pege (Pegau) mitmachte. 1638 stand es in der Haupt-Armee in Pommern, Rückzug nach Sachsen. 1639 focht es bei Freiburg und Chemnitz. 1640 diente es unter seinem Inhaber in Schlesien, kam dann zur Haupt- Armee, Gefechte bei Perleberg und Ziegenhain. 1641 Belagerung von Zwickau, Treffen bei Wolfenbüttel. 1642 in Schlesien, Treffen bei Schweidnitz, später wieder in der Haupt- Armee, Schlacht bei Breitenfeld, in welcher es im Vereine mit den Regimentern Nicola (Mottard), Lüttich und Ramsdorf den Rückzug deckte. Cornet Hensgen mit einem aus Leuten des Regiments und solchen von Pallavieini (200 Mann) zusammengesetzten Detachement einen gelungenen Ueberfall bei Mährisch-Trübau auf drei schwedische Regimenter ausgelührt. 1643 war das Regiment in der Haupt-Armee, später in Schlesien, Gefecht bei Teschen, 1644 in Mähren, wo es mit Erfolg gegen die rebellierenden Walachen verwendet wurde; später kam es nach Ungarn, Gefechte bei Freistadtl, Eperies, Palkonya, am Sajó u. A. Í645 war es bei den zum Schutze von Wien gesammelten Truppen. 1646 betheiligte es sich an der Vertreibung der Schweden aus Nieder- Oesterreich. 1647 stand das Regiment anfänglich in Böhmen, Gefecht hei Falkenau und nahm später an der Belagerung von Iglau theil. De Werth. 1648 in der Haupt-Armee, Schlacht bei Zusmarshausen, Gefecht bei Allem u. s. w., eine Compagnie unter Rittmeister de La Borde an der Vertheidigung von Prag theilgenommen. Schaff. 1657 war das Regiment an der schlesischen Grenze gegen Polen verwendet und stand 1655—1659 theils in Ungarn, theils in Mähren. ') Nach dem Tode Dam pier re’s. Geschichte der k. und k. Wehrmacht. III. Bd. 12

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