Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

— 169 — Trauttmansdorff. 1756 zur Ar-mee in Böhmen eingetheilt, focht das Regiment in der Schlacht bei Lobositz; Carabinier-Rittmeister Jakob Freiherr von Brockhausen, welcher sich besonders ausgezeichnet hatte, wurde aussertourlich zum aggregierten Obristlieutenant in einem anderen Regimente befördert. 1757 focht das Regiment in der Schlacht bei Prag, trat dann in den Verband der Reichs-Armee und kämpfte in dieser bei Rossbach mit Aus­zeichnung. Regiments-Commandant Oberst Ro th und Oberstlieutenant Rudolph Graf Salburg sich besonders hervorgethan. 1753 zumeist auf Cordon an der böhmisch-sächsischen Grenze ver­wendet, war es nicht zur Action gekommen. 1759 nahm das Regiment an der Belagerung von Dresden, dem Gefechte bei Torgau und dem Treffen bei Meissen theil, in welch’ letzterem sich Major Lazar Graf Henkel auszeichnete. 1760 in das Corps Loudon eingetheilt, focht das Regiment mit besonderer Auszeichnung bei Landshut, dann bei Liegnitz. 1761 nahm es an der Eroberung von Schweidnitz, 1762 an dem Gefechte bei Peilau (am Fischerberg) theil. 1778/79 stand das Regiment bei der Haupt-Armee in Böhmen, ohne Gefecht. Harrach. 1788 war das Regiment anfänglich in der Haupt-Armee ein­getheilt, später bei der Armee im Banate (Corps Brechainville) und nahmen Abtheilungen an den Gefechten bei Alibunár, Boksán, Szt. Mihály und der Eroberung von Uj-Palánka theil. Regiments-Inhaber FML. Graf Harrach erhielt für die Einnahme von Uj-Palánka den MTO. Lieutenant Minutillo für Auszeichnung in einem Gefechte bei Sémiin aussertourlich zum Ober­lieutenant befördert. 1789 die Belagerung von Belgrad mitgemacht. Lothringen. 1796 rückte das Regiment, welches während der ersten Kriegsjahre in seinen Friedens-Garnisonen verblieben war, auf den Kriegs­schauplatz nach Deutschland (Corps Latour); eine Division unter Oberst­lieutenant Johann Graf Mercandin sich in dem Gefechte bei Herbolzheim ausgezeichnet. Das Regiment focht bei Immenstadt mit besonderer Auszeichnung, bei Isny und Memmingen, dann bei Schliengen. Regiments-Inhaber FML. (G. d. C.) Prinz Lothringen wurde für Aus­zeichnung im Feldzuge 1794 in den Niederlanden mit dem Commandeurkreuz des MTO. decoriert. Major Christian Freiherr von Wolfskehl, welcher sich sowohl als Commandant einer Streif-Partei durch einen gelungenen Ueberfall auf Dachau, als auch bei Isny ausgezeichnet hatte, wurde ausser dem Regimente befördert (zu Stabs-Dragonern) und erhielt nachträglich den MTO.'). 1797 stand das Regiment vor Kehl. Oürassier-Regiment Nr. 7. 1799 auf dem. Kriegs-Schauplatz in Deutschland stehend, focht das Regiment bei Ostrach und Stockach und, bei den Truppen am Rhein verblieben, später bei der Einnahme von Mannheim. 1800 nahm das Regiment an den Schlachten (Gefechten) bei Möskirch, Biberach, Ulm und Neuburg, sowie später an der Schlacht von Hohenlinden und dem Gefechte bei Schw'anenstadt theil. 1805 im Corps Kienmayer der Armee in Deutschland eingetheilt, kam das Regiment nur bei Amstetten und Stein zur Action und deckte in der Schlacht bei Austerlitz mit Aufopferung den Rückzug der russischen Garden. ‘) Theilweise auch für Auszeichnung in seinem neuen Truppenkörper.

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