Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)
Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15
— 167 — Dünewald. 1671 nahm das Regiment an einem Gefechte bei Freistadtl gegen die Malcontenten in Ungarn theil. 1673 war das Regiment mit 5 Compagnien auf den Kriegs-Schauplatz an den Rhein gerückt, wo es bei Wertheim einen gelungenen Ueberfall auf eine feindliche Proviant-Colonne ausführte. 1674 focht das Regiment mit Auszeichnung bei Sinsheim und bildete auf dem weitern Rückzuge die Nachhut, wobei es mit dem Feinde wiederholt in Contact kam, so bei Ladenburg und Zwingenberg; später nahm das Regiment noch an den Gefechten bei Florsheim, Heiligenstein und der Schlacht bei Ensisheim theil und focht mit Standhaftigkeit bei Mühlhausen (Ueberfall durch die Franzosen)1). 1675 nahmen Abtheilungen des Regiments an dem Gefechte bei Bischen (Bischofsheim), der Schlacht bei Altenheim, den Gefechten bei Benfelden und Molsheim theil; zwei Compagnien geriethen bei Theux in Ki-iegsgefangenschaft. Regiments-Inhaber GFWM. Dünewald wurde in Anerkennung seiner mehrseitigen Verdienste, welche er sich als selbstständiger Reiterführer erworben, in den Grafenstand erhoben. 1676 zeichnete sich das Regiment in dem Gefechte bei Gengenheim (Zabern) aus, erlitt aber, lange Zeit ohne Unterstützung fechtend, bedeutende Verluste und stand dann bei der Belagerung von Philippsburg. 1677 stand das Regiment in Lothringen und kamen nur einzelne Abtheilungen in kleineren Affairen zur Action. In einer derselben, bei Altkirch, Rittmeister Freiherr von Nostitz sich ausgezeichnet. Von 1678—1682 nahm das Regiment, nach Ungarn gerückt, an den Operationen gegen die Malcontenten theil, kam jedoch, ausser bei Heiligenkreuz (1678), nicht zur Action. 1683 aus Ungarn zur Armee des Herzogs von Lothringen gezogen, nahm das Regiment an einem Gefechte bei Krems, dann der Entsatz-Schlacht vor Wien, sowie dem Treffen bei Párkány theil, endlich Gefecht bei Szécsény. 1684 war das Regiment in dem Treffen bei Waitzen und bei der Belagerung von Ofen, 1685 in der Haupt-Armee und kämpfte bei Gran; später stand es in Ober-Ungarn. 1686 abermals bei der Belagerung von Ofen stehend, focht das Regiment bei Zurückweisung des feindlichen Entsatz-Versuches, dann bei Szolnok und Arad, wo Regiments-Commandant Obristlieutenant Graf Hofkirchen sich auskeichnete; endlich bei Szegedin. 1687 bei der Armee an der Drau eingetheilt, focht das Regiment bei Siklós, am Berge Harsány und verblieb dann bei dem Corps seines Inhabers, welcher die Türken aus Slavonien vertrieb. 1688 war es in einem Gefechte an der Save, dann bei der Belagerung und Einnahme von Belgrad. 1689 auf den Kriegs-Schauplatz an den Rhein gerückt, war das Regiment bei der Belagerung von Maynz, sowie bei jener von Bonn. 1690 nicht in das Gefecht gekommen, rückte das Regiment 1691 wieder nach Ungarn, focht mit Auszeichnung bei Szlankamen und stand dann bei der Belagerung von Grosswardein. Truchsess. 1692 war das Regiment bei der Einnahme von Gyula und verblieb dann im Banate. 1693 nicht in das Feuer gekommen, kam das Regiment 1694 nach Siebenbürgen, von wo es 1695 im Corps Veterani die Vorrückung an die Maros und die unglückliche Schlacht bei Lugos mitmachte. 1696 war es in jener bei Olasch. Der angeblich hier gefallene Obristwachtmeister Reich wurde nur schwer verwundet, derselbe fiel 1678 in einem Duelle mit dem Rittmeister Grafen Corbelli.