Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

— 155 — 1759 betheiligten sich Abtheilungen des ^Regiments an den Treffen bei Meissen und Maxen, 1760 an den Schlachten bei Landshut und Liegnitz; in jener von Torgau Carabinier-Bittmeister Fachner sich ausgezeichnet. Der Begiments-Inhaber G. d. C. Graf O’Donell erwarb sich gleichfalls bei Torgau das GK. des MTO., ohne vorher Bitter dieses Ordens gewesen zu sein. 1761 und 1762 stand das Begiment bei der Haupt-Armee in Sachsen, doch kam nur die Carabinier-Compagnie bei dem Angriffe auf die feindlichen Verschanzungen bei Eula in das Feuer. Brockhausen, dann Haag. 1778/79 war das Begiment bei der Haupt- Armee in Böhmen, kam aber nicht in Action. Nassau. 1788 stand das Begiment in der Haupt-Armee und zeichneten sich einzelne Abtheilungen in kleineren Affairen, welche zumeist die Ver­hinderung von Uebergangs-Versuchen der Türken über die Donau und Temes zum Zwecke hatten, aus. 1789 war das Begiment bei der Belagerung von Belgrad. 1793 auf den Kriegs-Schauplatz in den Niederlanden gerückt, war das Begiment in der Schlacht bei Neerwinden, stand dann vor Valenciennes (Schlacht bei Famars), später vor le Quesnoy und zeichnete sich in dem Treffen bei Avesnes-le-Sec aus; Major Peter Freiherr von Brady und Bitt­meister Joseph Bayerweck sich in demselben besonders hervorgethan. 1794 waren Abtheilungen des Begiments in einigen kleineren Affairen, so bei Sölre-le-Chateau, Bouvroy, dann dem Treffen bei Erquelinnes, endlich den wiederholten Kämpfen um Charleroi engagiert. 1795 zeichnete sich das Begiment unter Oberst Valvasor bei Er­stürmung der feindlichen Verschanzungen vor Maynz aus, wobei auch Bitt­meister Bayer weck erneuert Proben von Tapferkeit ablegte, wofür derselbe auch mit dem MTO. decoriert wurde; die Oberstlieutenants-Division hielt sich in dem Gefechte bei Trippstadt standhaft. 1796 kämpfte das Begiment in der Nieder-Bhein-Armee eingetheilt bei Wetzlar und Friedberg; hier die Oberstlieutenants-Division den ßückzug der Infanterie gedeckt; ebenso die Oberst- 2. Escadron jenen der Brigade Alcaini in dem Gefechte bei Leun (a. d. Lahn). Das Begiment war noch in den Schlachten bei Amberg und Würzburg und stand dann an der Sieg. 1797 die Oberstlieutenants-Division sich erneuert in den Gefechten bei Hochheim (Frankfurt am Main) ausgezeichnet. Cür as sier-Begiment Nr. 9. 1799 auf dem Kriegs-Schauplatz in Deutschland eingetheilt, focht das Begiment mit besonderer Auszeichnung bei Stockach und machte dann den Zug in die Schweiz, erste Schlacht bei Zürich mit. 1800 nahm das Begiment an der Schlacht bei Möskirch, den Gefechten bei Memmingen, Lauingen und Nördlingen, endlich später an der Schlacht bei Hohenlinden theil. Auf dem weiteren Bückzuge zeichnete sich die Oberst-Division durch standhaftes Ausharren an der Salza-Brücke bei Salzburg, die Oberst- 2. Esca­dron bei Neumarkt aus. Cürassier-Begiment Nr. 5. 1805 hatte das Begiment seine Eintheilung im Corps Kienmayer und focht mit besonderer Standhaftigkeit in der Schlacht bei Austerlitz. Bittmeister Freiherr von Gumpenberg schlug sich mit einem nach Ulm bestimmten Brückentrain glücklich und mit Umsicht nach Tyrol durch. Sommariva. 1809 war das Begiment im 7. Corps, Erzherzog Ferdinand, eingetheilt, erlitt in dem Treffen bei Baszyn grosse Verluste und betheiligte sich noch an einigen kleineren Affairen.

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