Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

— 149 — Kavanagh. 1788 bei der Armee im Banate eingetheilt, deckte das Be- giment bei dem Bückmarsche nach Karansébes im Vereine mit dem Begimente Caramelli (Nr. 2) mit Standhaftigkeit den Bückzug. 1789 stand das Begiment Anfangs bei TJj-Palánka. später vor Belgrad. 1790 war es bei der Observations-Armee in Mähren. 1798 auf den Kriegs-Schauplatz in den Niederlanden gerückt, focht das Begiment mit Auszeichnung bei Neerwinden, wo sich insbesondere die Bittmeister Wenzel von Herrmann und Johann Menz, welche eine Batterie, die dem Begimente sehr viel Schaden zufügte, desarmierten, hervorthaten. In der Schlacht bei Löwen, beziehungsweise dem Avantgarde-Gefecht bei Bierbeck, zeichnete sich die Oberstlieutenants-1 Hvision unter Oberstlieutenant Johann Graf Pálffy aus, ebenso die Majors-2. Escadron unter Bittmeister Heinrich Bersina von Siegenthal. Später vor Tournay stehend, bestand Major Vimmercatti mit l*/2Esca- dronen bei Baismes ein glänzendes Gefecht und zeichneten sich einige Ab­theilungen in jenem bei Templeuve aus (6 Officiere im Armee-Befehl belobt). Mit besonderer Auszeichnung focht das Begiment, unter seinem Commandanten Obersten Prinz HohenzoIlern, bei la Capelle und Cysoing und stand später vor Maubeuge, wo sich in der Schlacht bei Wattignies die Bittmeister Joseph Graf Nimptsch und Philipp Bechthold auszeichneten. Letzterer, welcher sich schon bei Cysoing hervorgethan, wurde mit dem MTO. decoriert. 1794 nahm das Begiment an den Kämpfen vor Landrecies, dann mit Auszeichnung an jenen vor Charleroi theil. 1795 war dasselbe anfänglich vor Maynz, später bei der Armee am Ober-Bhein, kam aber nicht in das Feuer. 1796 am Ober-Bhein (Corps Latour) stehend, kämpften Abtheilungen des Begiments (3 Escadronen) unter Oberstlieutenant Ignaz von Eggermann mit besonderer Bravour bei Orloffen und Benchen, wobei sich Oberlieutenant Michael von Salomon den MTO. erwarb. Nunmehr in der Armee des Erz­herzogs Carl eingetheilt, focht das Begiment bei Neumarkt, Amberg und Schliengen. 1797 war das Begiment anfänglich bei Hüningen postiert, rückte dann nach Inner-Oesterreich ab, kam aber nicht mehr in das Gefecht. Cürassier-Begiment Nr. 12. 1799 auf dem Kriegs-Schauplatz in Italien eingetheilt, war das Begiment bei der Belagerung von Mantua und kam später in das in die Bomagna ent­sendete Corps Frelich. 1800 war das Begiment abtheilungsweise in verschiedenen Plätzen Tos- canas vertheilt verblieben und bewirkte, nachdem französische überlegene Truppen trotz des Waffenstillstandes in Toscana einrückten, glücklich mit den übrigen Theilen der Brigade Sommariva seine Vereinigung mit der Haupt- Armee, in welcher dasselbe 1801, bei dem Bückzuge von Vicenza die Nachhut bildend, einige glückliche Gefechte bestand. Cürassier-Begiment Nr. 4. Kronprinz Ferdinand. 1805 zur Armee in Deutschland eingetheilt (4 Divisionen), wurde das Begiment auf dem Marsche gegen Ulm von den übrigen Truppen bei Landsberg abgeschnitten und schlug sich in einem glänzenden Gefechte nach Tyrol durcii; hier schloss sich dasselbe an die Brigade Bohan an und theilte mit derselben bei Castelfranco das Schicksal der Capitulation. 1809 im 1. Beserve-Corps der Armee in Deutschland eingetheilt, focht das Begiment bei Eggmühl und zeichnete sich unter Oberst Prinz von Hessen- Homburg durch standhafte Haltung bei Deckung des Bückzuges von Begens- burg so sehr aus, dass es im Armee-Befehle vom Generalissimus Erzherzog Carl speciell belobt wurde; ebenso brav focht das Begiment bei Aspern und nahm noch an den Kämpfen bei Wagram und Znaym Theil.

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