Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 11. (Neue Folge, 1899)
Hauptmann Oscar Criste: Beiträge zur Geschichte des Rastatter Gesandten-Mordes 1799 - Anlagen
Beiträge zur Geschichte des Iiastafcter Gesundten-Mordes. 430 habe: ,Es-tu Jean D ebry?’Keiner der Szekler-Husaren könne Französisch, wenigstens sei dieses nicht wahrscheinlich, da es ein Regiment sei, was keine Fremden habe und es sei daher glaublich, dass Emigrierte sich durch Corruption in dieses Commando eingeschlichen und das Verbrechen begangen hätten. Ich erwiderte, dass auch ich dieses sehr gerne glauben möchte und dass es sich in der Untersuchung finden würde, denn da der Herr Rittmeister den Abend bald nach vollbrachter That einen Officier, der seine Leute kenne und die Leute selbst, die er an dem Orte, wo das Verbrechen begangen worden, gefunden habe, ja wissen, ob unter' denselben Fremde in Husarenkleidung gewesen und gefunden worden oder nicht. Der Herr Hofrath sagte mir ferner, dass sobald dieser Vorfall Seiner kaiserlichen Hoheit sei berichtet worden. Höchstdieselben einen Brief an den commandierenden französischen General Massena desshalb abgeschickt hätten. Ich bat. Seiner kaiserlichen Hoheit unterthänigst meinen Wunsch vorzutragen, dass mir eine Copie dieses Briefes mitgetheilt werden möchte, um sie den Herren, die mich mit dem Auftrag an Seine kaiserliche Hoheit beehrt hätten, zu übersenden. Er versprach, diese Bitte vorzutragen.« »Gegen 9 Uhr erhielt ich den Befehl, zu Seiner kaiserlichen Hoheit zu kommen, Höchstdieselben geruhten, mir die unter Abschrift hier beigehenden 2 Stücke — Schreiben von Höclistdemselben an sämmtliche Unterzeichnete Herren Minister und Abgeordnete und Abschrift des Briefes Seiner kaiserlichen Hoheit an den französischen commandierenden General und Chef Massena zu übergeben. Ich wiederhole hier das, was ich dem Herrn Hofrath Fassbender schon gesagt hatte, in Rücksicht der Absicht der Unterzeichneten bevollmächtigten Minister bewogen habe, die obengenannte Darstellung Seiner kaiserlichen Hoheit unterthänigst zu übersenden. Höchstdieselben trugen mir mehrmals auf, allen den Unterzeichneten Herren bevollmächtigten Ministern zu versichern, dass es Höchstdemselben vorzüglich angenehm gewesen sei, diese Geschichtserzählung, die Höchst Sie ganz genau durchgelesen hätten, erhalten zu haben und entliesen mich gnädigst.« »Wie Seine kaiserliche Hoheit mich beurlaubt hatten, unterhielt ich mich noch über eine Stunde mit dem Herrn