Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 2. (1898)
Aufgelöste Fuss-Truppen - VI. Besondere Kriegs- und sonstige Formationen, dann Frei-Corps und Freiwilligen-Abtheilungen - A. Kriegs- und sonstige Formationen
— 412 — Feldzug I860. Die combinierten Infanterie-Bataillone Nr. 1—30. Errichtung und nachgefolgte Veränderungen. 1866 mit 23. Juni wurde die Formierung von zehn combinierten Infanterie-Bataillonen aus den zweiten Depot-Divisionen einer Anzahl speciell benannter Regimenter angeordnet und hatten diese Bataillone die Bestimmung, in mobile Infanterie - Brigaden zusammengezogen zu werden; diesem Befehle folgte in einigen Tagen jener zur weiteren Aufstellung von noch zehn Bataillonen, aus zweiten Depöt- Divisionen von zumeist in Ungarn und Siebenbürgen sich ergänzenden Regimentern. Aus diesen zwanzig Bataillonen wurden die drei mobilen Infanterie- Brigaden Müller, Lebzeltern und Anthoine formiert1), von welchen die erste als Besatzung nach Olmütz kam, die beiden anderen in den Brückenkopf von Floridsdorf verlegt wurden. Mit 11. Juli wurden diese Bataillone in Folge der grossen Verluste, welche die Regimenter der Nord-Armee erlitten hatten, sowie alle übrigen zweiten Depöt-Divisionen* 2) als solche, aufgelöst und zur Completierung der Feld-Abtheilungen ihrer Regimenter verwendet. 1. Bataillon. Aus den zweiten Depöt-Divisionen der Linien-Infanterie-Regimenter Kaiser Nr. 1, Deutschmeister Nr. 4 und Gerstner Nr. 8 formiert. Bataillons-Commandant. Horst, Julius, Major von Kaiser Nr. 1. (Das Bataillon stand in Olmlitz.) 3) Brigade Müller bestand aus den Bataillonen Nr. 1, 2, 3, 7, 8 und 10. ,, Lebzeltern ,, ,, ,, ,, Nr. 4, 5, 6, 9, 18. 19 und 20. ,, Anthoine ,, ,, ,, Nr. 1t. 12, 13, 14, 15, 16 und 17. 2) Von jenen zweiten Depöt-Divisionen. welche nicht in die combinierten Bataillone eingetheilt worden waren, standen die von Nr. 11, 14, 59 und 75 in Tyrol, jene von Nr. 7, 17 und 22 in Kärnthen und im Küstenland, jene der italienischen Regimenter Nr. 18. 16, 26. 38, 45, 79 und 80 theils in Ober-Oesterreich, theils in Wien, jene von Nr. 2, 31, 51, 62 und 63 waren in Siebenbürgen verblieben, die von Nr. 41 in der Bukowina.