Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 2. (1898)
Aufgelöste Fuss-Truppen - III. Die combinierten Grenadier-Bataillone
— 341 — Die Grenadier-Bataillone 1810-1852. 1. An den Kämpfen gegen Russland 1812 nahmen nur zwei Bataillone theil (Kirchenbetter und Brzezinsky). 2. Im Jahre 1813 bildeten die bei der Haupt-Armee eingetheilten Bataillone die Grenadier-Division Weissenwolf und kämpften mit Auszeichnung bei Dresden und Leipzig (Auenheimer Hof). Sieben Bataillone fochten mit Auszeichnung im österreichisch-bayerischen Corps Wrede bei Hanau. In dem Feldzuge 1814 bot sich denselben wenig Gelegenheit zur Auszeichnung. Die bei der Armee in Inner-Oesterreich (Italien) eingetheilten vier Bataillone fochten 1814 mit Auszeichnung in der Schlacht am Mincio (Division Merville). 1815 gelangten die Grenadiere im Allgemeinen wenig zur Verwendung. 3. An den Kämpfen zur Unterdrückung der Unruhen in Neapel und Piemont nahmen nur je zwei Bataillone (Bittner und Jurissich, beziehungsweise Socher und Wasserthal) theil, kamen aber nicht in das Feuer. 4. 1848 fochten einige Grenadier-Bataillone in der Armee des FM. Fürsten Windisch-Graetz mit Auszeichnung bei der Einnahme von Wien. Im Sommer-Feldzüge 1849 bildeten acht Bataillone die Grenadier- Division Herzinger des 4. Corps (Wohlgemuth!1) und nahmen hervorragenden, ehrenvollen Antheil an den Kämpfen an der Waag und vor Komorn. Die auf dem Kriegs-Schauplatze in Italien gestandenen Bataillone bildeten vorwiegend die Armee-Beserve und kam nur das Bataillon Engelhofer bei dem ersten Angriffe auf Vicenza, das italienische Bataillon D’Anthon bei Sta. Lucia in das Feuer. *) *) Brigade Tlieissing — Bataillone Fischer, Schneider, Richter und Bittermann. ,, Perin — ,, Rattay, Koudelka, Pászthory und Trenck.