Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 2. (1898)

Aufgelöste Fuss-Truppen - III. Die combinierten Grenadier-Bataillone

314 — Grenadier-Bataillone im zweiten Coalitionskriege 1799—1801. Von den in dem Jahre 1799 aufgestellten Bataillonen standen sechs auf dem Kriegs-Schauplatz in Deutschland und zeichneten sich dieselben in der Schlacht hei Stockach1), einige derselben auch in jener bei Zürich besonders aus. Die auf dem Kriegs-Schauplatze in Italien eingetheilten zwölf Bataillone wurden meist vereinzelt verwendet und boten die vielen Kämpfe dieses Jahres beinahe jedem derselben Gelegenheit, sich in einer oder der anderen Affaire hervorzuthun, insbesondere die Schlachten an der Trehbia (Bataillon Wouvermanns), bei S. Giuliano, Novi und Genola. Im Jahre 1800 waren die in Italien stehenden Bataillone in zwei Grenadier-Brigaden (Lattermann* 2) und Weidenfeld)3) formiert und gaben die­selben inshesonders an den mit dem Rückzuge vom Var verbundenen Kämpfen Beweise von Standhaftigkeit und Ausdauer. Den in Deutschland stehenden war in diesem Jahre wenig Gelegenheit zur Auszeichnung geboten. Grenadier-Bataillon Eicliler. Divisionen der Regimenter Nr. 35 3 (15)4 5) 50 (47) Bataillons-Commandanten. 1799 Teschner, Heinrich, Oberst­lieutenant von vacat Wenck- heim Nr. 35. 1799 Rüffer, Johann, Major—Oberst­lieutenant von Erzherzog Carl Nr. 3. 1800 Eichler von Auritz, Ernst Freiherr, Oberstlieutenant von Stain Nr. 50. Feldzüge. Teschner, dann Rüffer. 1799 auf dem Kriegs-Schauplatz in Deutsch­land, zeichnete sich das Bataillon bei Stockach ganz besonders aus, ebenso bei Zürich und der Erstürmung der Neckarauer Schanzen vor Mannheim. Die beiden jeweiligen Bataillons-Commandanten wurden aussertourlich in die nächst höheren Chargen befördert. 1800 focht das Bataillon bei Engen, Möskirch, Biberach, an der IUer. Eichler. Bei Hohenlinden erlitt es sehr bedeutende Verluste und fochten die Reste des Bataillons noch bei Salzburg6). Tapferkeits-Medaillen. *) Insbesondere die Bataillone Bojakowsky, Tegetthoff und Teschner. 2) Bataillone Sciaffinati, Kleimayern, Paar, Weber, St. Julien. 8) Bataillone Weissenwolf, Neny, Pers, Khevenhüller, Görschen und Pertusi. 4) Die Divisionen der in Klammern angeführten Regimenter waren ursprünglich in dieses Bataillon eingetheilt, erhielten jedoch später ihre Bestimmung zu der Armee in Italien. 5) Aus denselben und jenen der Bataillone Eggerdess und Tegetthoif wurde eines formiert.

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