Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 2. (1898)

Aufgelöste Fuss-Truppen - III. Die combinierten Grenadier-Bataillone

- 280 — Die combinierten Grenadier-Bataillone 1769—1797. 1. Im bayerischen Erbfolgekrieg standen alle 20 Bataillone theils bei der Armee in Böhmen, theils bei jener in Mähren, doch hatten dieselben keinerlei Gelegenheit, entscheidend einzugreifen. 2. An dem Kriege gegen die Türken 1787—1790 nahmen nur zehn Bataillone theil1) und fanden 1789 bei der Belagerung und dem Sturme auf die Wasserstadt unter den Brigadieren Grafen Sztäray und Franz Freiherrn von Wenckheim Gelegenheit, ihren alten Buf zu bewähren. 3. In dem ersten Coalitionskriege gegen Frankreich gelangten die Grenadier-Bataillone auf den verschiedenen Kriegs-Schauplätzen (Niedei lande, Deutschland und Italien) anfänglich nicht in grösseren Körpern vereinigt zur Verwendung, doch fanden beinahe alle derselben Gelegenheit, sich in ver­schiedenen Actionen auszuzeichnen. 1796 wurden die in der Armee des Erzherzogs Carl eingetheilten Bataillone in Brigaden formiert und trugen wesentlich zum Siege bei Würz­burg bei. 1797 bildeten die bei der Armee in Italien eingetheilten Bataillone die Grenadier-Brigaden Oranien und Brady, welche beinahe während des ganzen ßückzuges als Nachhut verwendet, Proben von Tapferkeit ablegten. *) *) Die in Böhmen und Mähren liegenden, sowie die zwei niederländischen Bataillone waren nicht aus marschiert.

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