Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 2. (1898)
Aufgelöste Fuss-Truppen - I. Infanterie-Regimenter (Regimenter zu Fuss)
- 247 — 1796 Oberstlieutenant Seulen bei Lonato schwer verwundet (Januar 1797 gestorben). 1799 Oberstlieutenant Graf Mercandin, Commandant eines Grenadier- Bataillons, in dem Treffen bei Legnago -j\ I860 Major Rittern in dem Gefechte bei Voltri f. Feldzüge. Salm. 1682 standen bereits fünf Compagnien des Regiments in Mähren, die anderen an der Waag und in Ober-Ungarn. 1683 war es anfänglich auf der Schütt, kam dann in das Corps Carafia (später Schulz) und machte die Entsatz-Schlacht von Wien mit. 1684 in der Haupt-Armee, Gefecht bei Szt. Andrä, dann Belagerung von Ofen, bei einem Ausfälle der Türken am 28. September zwTei Compagnien aufgerieben (eine Abtheilung bei Eroberung des Schlosses Littovac). 1685 fünf Compagnien in der Haupt-Armee, Belagerung von Neuhäusel, fünf Compagnien in der Schlacht bei Gran. 1686 fünf Compagnien Belagerung von Ofen, Hauptmann Gelbes (Elmpt) sich bei dem Sturme am 29. Juli ausgezeichnet. Í687 stand das Regiment in der Haupt-Armee, Schlacht am Berge Harsány. • 1688—1689 in Siebenbürgen. 1690 in der Haupt-Armee, dann in Belgrad, wo es bei der am 8. October erfolgten Explosion des Pulvermagazines und dem darauf gefolgten Sturme der Türken beinahe ganz aufgerieben wurde. 1691 reorganisiert, war dasselbe bei der Unternehmung auf Essegg und in der Schlacht bei Szlankamen. Regiments-Commandant Obrist Lapaczek ein kaiserliches „Dankschreiben” erhalten. 1692 acht Compagnien in der Haupt-Armee. 1693—1696 stand das Regiment in der Haupt-Armee (zumeist an der unteren Donau). 1697 war das Regiment in der Schlacht bei Zenta. 1702 auf den Kriegs-Schauplatz nach Deutschland gerückt, stand das Regiment mit zwei Bataillonen bei der Belagerung von Landau; 1703 in Süd-Deutschland. 1704 in den Stollhofener Linien verwendet, kam das Regiment sodann nach Ungarn, nahm 1705 an der Schlacht von Sibó theil. Von 1706—1711 stand das Regiment theils in Siebenbürgen, theils in Ungarn, ohne an grösseren Actionen theilzunehmen. Jung-Daun1). 1713 ein Bataillon zur Reichs-Armee, Vertheidigung von Freiburg. 1716 war das Regiment (zwei Bataillone und zwei Grenadier-Compagnien) bei der Armee in Ungarn, in der Schlacht bei Peterwardein und bei der Belagerung von Temesvár; Obristlieutenant Baron d’Albon bei dem Sturme auf die dortige Palanka sich ausgezeichnet. Das 3. Bataillon Besatzung in Essegg. 1717 dieselben Abtheilungen Belagerung und Schlacht bei Belgrad. 1732 zwei Bataillone und eine Grenadier-Compagnie unter den aus Ober-Italien nach Corsica gesendeten Verstärkungen; Obristlieutenant Freiherr von Pallant als Commandant eines Streif-Detachements ein Gefecht bei Moncale bestanden, dann Gefecht bei Calenzana, Unterwerfung der Balagna, Einnahme von Omessa und Corte. 1734 auf dem Kriegs-Schauplatz in Italien, war das Regiment mit drei Bataillonen und den Grenadieren bei Colorno, Parma, Quistello und Guastalla im Feuer. 3 3) Das Regiment wurde von 1711—1741 zum Unterschiede von dem Regimente Wirich Daun (Nr. 56) so genannt.