Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)
Die Fuss-Truppen - II. Die Jäger-Truppe - Die Feld-Jäger-Bataillone Nr. 1-32.
— 691 1829 E scherm ann, Friedrich, Máj or— Oberstlieutnant. 1836 Eossbach, Heinrich, Oberstlieutenant. 1838 Poschacher von Poschach, Sebastian, Major—Oberst. 1849 Rotter, Rudolph, Major—Oberst. 1856 Reitzenstein, Wilhelm Freiherr von, Major—Oberst. 1866 Urschitz, Alois, Major. 1873 Raisp, Eduard, Major—Oberstlieutenant. 1876 Heller von Hellheim, Franz, Major—Oberst. 1885 Pyrker de Felsö-Eör, Victor, Major. 1890 Riedlechner, Otto Edler von, M aj or—Oberstlieutenant. 1896 Botié, Joachim, Major. Vor (lein Feinde gefallene höhere Offtciere. 1866 Bataillons-Commandant Oberst Wilhelm Freiherr von Reitzenstein in der Schlacht bei Königgrätz -j\ Feldzüge. 1809 war das Bataillon auf dem Kriegs-Schauplatze in Deutschland (2. Corps) und zeichnete sich bei Deckung des Rückzuges von Regensburg aus, ebenso bei Aspern, wo es viel verlor; sodann Schlacht bei Wagram. 1813 bei der Armee in Inner-Oesterreich, machte das Bataillon, meist abtheilungsweise vertheilt, einige Gefechte an der Drau (bei Sachsenburg, Feistritz u. A.) mit, dann jenes bei Pontafel; später in Italien, Vorhut-Gefechte hei Mamma d’Avio, Caldiero. Hauptmann Baron Pirquet sich durch einen Ueberfall auf Pontafel ausgezeichnet; erhielt für diese That, sowie für Auszeichnung hei Ebelsberg (als Oberlieutenant im 58. Infanterie-Regimente), nachträglich den MTO. 1814 in Ober-Italien bei den Truppen am Po (Corps Nugent), Gefecht bei Parma. 1815 bei den gegen Murat operierenden Truppen, Gefecht bei Poggio a Cajano, dann nach Süd-Frankreich. Bataillons-Commandant Major von Flette mit dem LO. decoriert. 1838 stand das Bataillon auf Cordon in Süd-Dalmatien und bestand wiederholte Gefechte anlässlich der räuberischen Einfälle der Montenegriner, so bei Gomila, auf der Planina Pastrovichiana u. A. Bataillons-Commandant Oberstlieutenant Heinrich Rossbach wurde mit dem LO. decoriert. 1848 stand dieses, sich aus der Lombardié ergänzende Bataillon in der Heimath und gelang es den Versuchungen der Emissäre und sonstigen Einflüssen, einen grossen Theil zum Treubruche zu verleiten; der Rest, circa zwei Compagnien, bis Mitte Juli mit einer Division des 9. Jäger-Bataillons in ein Bataillon vereint, focht bei Pastrengo, Ponton, Montanara und mit Auszeichnung bei Vicenza. Sodann reorganisiert, stand das Bataillon 1849 im 2. Reserve-Corps im südlichen Ungarn, ohne in das Feuer zu kommen. Decoriert wurde mit: MVK. Hauptmann Eduard Pro sehe1). 1859 war das Bataillon im Verbände der Küsten-Armee nicht in das Feuer gekommen. 1866 im 4. Corps der Nord-Armee eingetheilt, focht das Bataillon bei Schweinschädel und Königgrätz (grosse Verluste); die 2. Depöt-Compagnie i) i) Nachträglich, mittlerweile Major und Commandant des Boten-Jäger-Corps. 44*