Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 356 — 1796 das Regiment im Corps "Wartensleben, auf dem Rückzuge nur wenig im Feuer gestanden, bei Amberg und Würzburg gefochten (ein Bataillon bei Limburg), dann an der Belagerung von Kehl rühmlichen Antheil genommen. Das seit 1790 in Galizien gestandene 3. Bataillon, welches 1794 die Besetzung von West-Galizien mitgemacht, war auch auf den Kriegs-Schauplatz nach Deutschland geiückt und focht bei Deining, Neumarkt, Geissenfeid, Ulm. Malterdingen, Emmendingen, dann gleichfalls vor Kehl. Die Grenadiere bei Malsch, Neresheim, Neumarkt, Würzburg (ausgezeichnet, belobt), dann bei Giessen gefochten und vor Kehl. Regiments-Inhaber FML. Graf Sztáray erhielt das Commandeur-Kreuz des MTO. Hauptmann Joseph von Munkácsy erwarb sich vor Kehl den MTO. Grenadier-Hauptmann Anton Graf Weissenwolf für Auszeichnung bei Würzburg aussertourlich zum Major befördert; Regiments-Commandant Oberst Malowetz, Major Dalquen, Commandant des 3. Bataillons und eine grössere Anzahl von Offleieren für Auszeichnung vor Kehl belobt. 1797 das Regiment vor Kehl, dann Gefecht an der Rench; das 3. Bataillon nach Süd-Tyrol, das 4. Bataillon an den Rhein gerückt, nicht mehr in Action getreten *). Die Grenadiere zur Armee des Erzherzogs Carl, Gefecht bei Neumarkt (Einöd). 1799 auf dem Kriegs-Schauplatze in Tyrol (drei Bataillone) eingetheilt, nahmen Abtheilungen des Regiments an den Gefechten am Novella-Steige, bei Täufers (4. April), im Engadin (Scharl, Süs) theil und rückte dasselbe später im Corps Bellegarde nach Italien ab. Hier stand es bei der Belagerung von Alessandria, focht bei Novi, Beinette, an der Stura und bei Genola, sowie bei Gavi (sich vorzüglich gehalten). Die Grenadiere (Bataillon Görschen) bei Täufers, Süs, Novi (ausgezeichnet), an der Stura, bei Genola und Borgo San Dalmazzo gekämpft. Major Michael von Marcant für wiederholte Auszeichnung mit dem MTO. decoriert; Intérims-Regiments-Commandant Oberstlieutenant von Bi Ile n- berg belobt. Regiments-Caplan Johann Kovalik erhielt das GVK. pro piis mentis. 1800 stand das Regiment im Corps Eisnitz und focht bei S. Giacomo, Sassello (ein Bataillon), am Monte Ermetta, Monte Cavalli, S. Bartolomeo, rückte sodann an den Yar und gerieth ein Theil des Oberst-Bataillons bei dem Rück­züge, nach dem Gefechte am Berge l’Antiorr (Monte Nave) in Gefangenschaft; der Rest des Regiments Besatzung in Cuneo. Später kämpfte dasselbe am Monte Oliveto (Schlacht am Mincio). Die Grenadiere Kämpfe an der Riviera (S. Giacomo 7.—20. April), am Monte Cesio, am Var, Schlachten bei Marengo und am Mincio mitgemacht. 1805 mit vier Feld- und dem Grenadier-Bataillon erneuert auf dem Kriegs-Schauplatze in Italien, focht das Regiment bei Caldiero und wurde in der Relation des Erzherzogs Carl unter den Ausgezeichneten genannt. Vacat Sztáray. 1809 auf dem Kriegs-Schauplatze in Deutschland, (5. Corps, Erzherzog Ludwig), focht das Regiment bei Landshut, Eggmühl (en reserve), Regensburg, trat sodann in den Verband des 4. Corps und kämpfte mit Bravour bei Aspern (Angriff auf Esslingen, 22. Mai). Regiments-Commandant Oberst Baron König belobt, Major David von Porubszky mit dem MTO. decoriert. In der Schacht bei Wagram nahm es im Vereine mit Hiller Nr. 2 an der standhaften Vertheidigung von Markgrafen-Neusiedel hervorragenden "Antheil. Die Grenadiere (Bataillon Hahn) in Bayern wenig in Action getreten, bei Aspern, Wagram und Znaym gekämpft, bei Znaym belobt. *) Eine Division desselben in dem aus den Divisionen von Nr. 2 und 37 bestehenden combinierten ungarischen Bataillon in Italien ohne Gefecht; dann zu seinem Stamm- Bataillon gezogen.

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