Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)
Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.
- 349 1800 stand das Regiment an der Riviera, Gefechte bei Albissola u. A, dann Vorrückung an den Var; auf dem Rückzüge focht das Regiment aut' dem Monte Nave und gerieth ein grosser Theil in der Brigade Bellegarde ’ in Gefangenschaft, dann bei Marengo, endlich später bei Valeggio. Die Grenadiere an der Riviera, am Var und bei Marengo. Regiments Commandant Oberst Posztrehowsky für vorzügliche Führung des Regiments in diesen beiden Feldzügen, insbesondere bei Novi, sowie vorhergegangene Auszeichnung bei Bassano (1797), mit dem MTO. decoriert (sieben Officiere belobt). Esterházy. 1805 auf dem Kriegs-Schauplatze in Italien stehend, focht das Regiment (drei Feld-, ein Grenadier-Bataillon), mit Auszeichnung bei Caldiero, Oberst Graf Weissenwolf für bewiesene Tapferkeit vom Generalissimus Erzherzog Carl sofort zum GM. befördert. 1809 stand das Regiment auf dem Kriegs-Schauplatze in Deutschland, jedoch in dem detachierten Corps Jellació; bei dem Rückzuge auf Salzburg focht dasselbe unter Oberst Eckhard mit Auszeichnung bei Lauffen, jedoch erlitt ein Bataillon starke Verluste (beinahe aufgerieben), zwei Compagnien den Pass von Abtenau standhaft vertheidigt; später gerieth der grösste Theil des Regiments (sowie überhaupt des Corps Jellacic) bei St. Michael (Leoben) in Gefangenschaft. DieReste des Regiments standen später in dem Brückenköpfe bei Pressburg. Die Grenadiere (Bataillon Purcell) bei Landshut, Ebelsberg, insbesondere aber bei Aspern und Wagram mit Auszeichnung gefochten. 1812 stand das Regiment im Auxiliar-Corps Schwarzenberg, erstürmte in der Schlacht bei Podubnie trotz des heftigsten Kartätschfeuers eine der wichtigsten Positionen und zeichnete sich erneuert bei Ljuboml aus; Abtheilungen desselben kamen noch am Muchaviec (Trycziner Hof) und bei Biala in das Feuer, wo sich Major Del Rio hervorthat, endlich ein Bataillon Gefecht bei Rudnia. 1813 bei der Haupt-Armee in Böhmen eingetheilt, focht das Regiment (1. und 2. Bataillon) bei Dresden, dann Leipzig (Kämpfe um Markleeberg, 16. October). Die Grenadiere (Bataillon Habinay) bei Dresden gefochten, dann Bedeckung des kaiserlichen Hoflagers. 1814 war das Regiment bei der Einschliessung von Beifort, kämpfte bei Troyes, Montereau und kam dann zur Süd-Armee. Hier focht es, im Vereine mit dem aus Galizien nachgerückten 3. Bataillon, bei St. Georges und vor Lyon, endlich mit Auszeichnung bei Romans. Die Grenadiere in der oberwäbnten Verwendung verblieben, nicht in das Feuer gekommen. 1815 anfänglich in Piemont verwendet, machten das 1. und 2. Bataillon den Streifzug gegen Modena (Gefechte bei), das ganze Regiment später den beschwerlichen Uebergang über den grossen St. Bernhard mit und zeichnete sich bei Forcierung der Jura-Pässe, insbesondere in dem Gefechte bei l’Ecluse aus. Regiments - Commandant Oberst Papp, Major Kiszling und sieben Officiere in der Relation unter den Ausgezeichneten genannt. 1821 machte das Regiment die Campagne in Piemont mit, ohne in Action zu treten. 1831 Occupation der Romagna. Ferdinand d’Este. 1843 stand das Regiment (1. und 2. Bataillon) zu Beginn der Revolution in Parma, Modena und bewirkte unter sehr schwierigen Verhältnissen seinen Rückzug nach Mantua, an dessen Vertheidigung es unter seinem Commandanten Obersten Castelliz ehrenvollen Antheil nahm; Abtheilungen an den Gefechten bei Govemolo und bei Curtatone (Recognos- cierungen) betheiligt. Das 3., in Ungarn stationierte Bataillon, sowie die