Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)
Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.
— 327 — 1789Belagerung vonBelgrad, wo sich dasselbe unter seinemCommandanten Obersten Graf Argenteau bei dem Sturme auf die Raizenstadt auszeichnete. Oberstlieutenant Carl von Haydt, Flügel-Adjutant des Regiments- Inhabers FM. Loudon, für Auszeichnung bei Dubica und Novi MTO. erhalten. Die Grenadiere (Bataillon Staader) standen bei der Belagerung von Belgrad. Olivier Wallis. 1793 zwei Bataillone unter dem Regiments-Com- mandanten Obersten Baron Loudon auf dem Kriegs-Schauplatze am Rhein, fochten mit Auszeichnung bei der Yertheidigung von Schaidt (Bien-Wald), der Einnahme der Weissenburger Linien und bei Brumpt. Im Laufe dieses Feldzuges wurden 16 Officiere für ihre hervorragenden Leistungen belobt. Die Grenadiere (Bataillon Beust) gegen Ende des Jahres an den Rhein gerückt. 1794 das Regiment die hart bedrängten Preussen bei Schifferstadt wacker unterstützt, dann ein Bataillon in Maynz, hievon eine Compagnie unter Oberlieutenant Steinberg die Zahlbacher Schanze standhaft vertheidigt. Die Grenadiere standen im Corps Browne am Ober-Rhein. 1795 zeichneten sich drei Compagnien unter Major Tegetthoff in dem Gefechte am Hartenberge bei Maynz (Vertheidigung der Stellung am) sehr aus, das Regiment bei Castel und Kostheim, dann Erstürmung der Verschanzungen vor Maynz, wo es als Besatzung verblieb (bis Mai 1796). Grenadiere in diesem Jahre nicht in das Feuer gekommen. 1796 standen zwei Bataillone am Ober-Rhein, später bei der Belagerung von Kehl. Die Grenadiere standen anfänglich in Frankfurt am Main und zeichneten sich später bei der Belagerung von Kehl aus. Das 3. Bataillon bei der Besitznahme von Krakau. 1799 erneuert auf dem Kriegs-Schauplatz in Deutschland, focht das Regiment bei Stockach und der Einnahme der Neckarauer Schanzen, wo .es sich unter Oberst von Hirschlinger, der hier fiel, durch Tapferkeit auszeichnete. Die Grenadiere, in dem Bataillon des Oberstlieutenants Joseph von Tegetthoff des Regiments, unter den Augen des Erzherzogs Carl, mit besonderer Auszeichnung bei Stockach, dann bei Zürich und Mannheim gelochten. Oberstlieutenant Tegetthoff mit dem MTO. decoriert. 1800 kam das Regiment wenig in das Feuer und machte später die Schlacht bei Hohenlinden mit. Die Grenadiere bei Engen, Möskirch, Biberach und Hohenlinden (hier viel verloren). Lindenau. 1805 mit drei Feld- und dem Grenadier-Bataillone auf dem Kiiegs-Schauplatze in Italien, focht das Regiment bei Caldiero; das 4. Bataillon bei Austerlitz. 1809 im 4. Corps (Rosenberg) eingetheilt, erlitt das Regiment bei Abensberg starke Verluste, focht dann mit Auszeichnung bei Neumarkt und Ebelsberg, wo Oberstlieutenant Pflüger das Schloss tapfer vertheidigte. Das Regiment kämpfte ferner noch bei Aspern und Wagram. Die Grenadiere (Bataillon Hohenlohe) bei Eggmühl, Aspern, Wagram, Znaym. 1813 in der leichten Division Klenau eingetheilt, focht das Regiment bei Dresden, Leipzig und kam dann zu der Einschliessung von Dresden, von wo es, gegen Ende des Jahres, nach Italien abrückte. Die Grenadiere (Bataillon Hromada) in der Donau-Armee bei Hanau gefachten. 1814 drei Bataillone in der leichten Division Sommariva, hievon eines an dem Gefechte bei Cavalcaselle (Abwehr eines Ausfalles aus Peschiera) theilgenommen. Das 4. (1. Landwehr-) Bataillon bei der Blockade von Venedig.