Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)
Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.
25). Ungarisches Infanterie-Regiment. (1867) Ergänzungs-Bezirks-Commando: Gross-Becskerek. (1888) London, Gideon Ernst Freiherr von, FM. (f zu Neutitsch ein den 14. Juli 1790.) (Das Regiment hat diesen Namen auf immerwährende Zeiten zu führen.) Inhaber. (1876) Scudier, Anton Freiherr von, FZM. Errichtung und nachgefolgte Veränderungen. 1709 laut der mit kaiserlicher Resolution vom 9. März genehmigten Convention zwischen dem GFWM. de "VVendt und dem GFWM. Prinzen Albert von Braunschweig-Wolfenbüttel- Bevern aus 13 in Ungarn stehenden Compagnien (eine Grenadier- und zwölf Füsilier-) des von Ersterem 1701 aufgestellten Regiments formiert und dem Prinzen von B evern als neues Regiment (jedoch ohne Stabs-Officiere und Prima plana) conferiert1), welches derselbe durch Neu-Werbung auf den Fuss der übrigen Regimenter (16 Compagnien) zu bringen hatte* 2). 1711 erhielt das Regiment, welches sich noch immer auf dem Fusse von 13 Compagnien befand, je eine Compagnie von Sickingen (Nr. 57) und Löffelholz (1741 aufgelöst). 1715 zwei Compagnien zur Errichtung des Regiments Trautson abgegeben, 1721 bei Auflösung dieses Regiments wieder eine in das Regiment rückübersetzt. Die 1727 aufgestellten Auctions-Compagnien (4. Bataillon) 1731 an die Regimenter Bran denburg-Culmbach (Nr.22) undWenzelWallis (Nr.59) abgegeben. 1747/48 je eine Compagnie der aufgelösten Regimenter Kheul und Traun incorporiert. Seit 1769 führt das Regiment die Nummer 29. 1860 das 3. Bataillon zu dem Linien-Infanterie-Regimente Alemann Nr. 43 transferiert. vj K. A., H. K. R. Prot. Reg. Fol. 460 und Exp. 213, dann 287. Die Stabs-Officiere wurden vom Kaiser selbst für dieses neue Eegiment ernannt, die früher bei de Wendt stehenden verblieben unter diesem Inhaber. 2) Nach einem Patente vom 17. Januar 1709 (K. A., Bestallungen 1709, 3848) hätte GFWM. Prinz von Bevern gleichzeitig mit GFWM. Plischau ein neues Regiment im Reiche (Bayern) durch Werbung aufstellen und als Stamm hiezu je eine Compagnie von Hasslingen (Nr. 11), Holstein (Nr. 20), Baden (1809 als Nr. 23 aufgelöst) und de Wendt erhalten sollen. Nachdem derselbe, wie es scheint, mit der Werbung nicht aufkam, so wurde zwischen ihm und GFWM. de Wendt die obbeschriebene Convention vereinbart, wonach (Letzterer es übernahm, zu den Testierenden drei in Bayern stehenden Compagnien seines Regiments, auf den dem Prinzen von Bevern angewiesenen Werbeplätzen in Bayern, 13 Compagnien dazuzuwerben und dasselbe somit wieder zu completieren. (Das Eegiment de Wendt wurde 1721 als Langlet aufgelöst.) 21*