Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 320 — In den Schlachten hei Marengo und Pozzolo kämpften das Regiment, sowie die Grenadiere, mit rühmlicher Anerkennung. 1801 eine aus auserlesener Mannschaft combinierte Compagnie unter Capitain-Lieutenant Baron Ackelshausen das Castell S. Felice bei Verona durch sechs Wochen heldenmüthig vertheidigt, das Regiment in dem Gefechte bei Montecchio seine Position mit Standhaftigkeit festgehaltan. 1805 auf dem Kriegs-Schauplatz in Deutschland, focht das Regiment (vier Feld-, ein Grenadier-Bataillon) hei Jungingen und gerieth dasselbe mit allen Abtheilungen in Folge der Capitulation von Ulm in Kriegsgefangenschaft. 1809 im 2. Corps (Hohenzollern) eingetheilt, kam das Regiment (drei Bataillone) in Bayern nicht in das Gefecht, die Grenadiere (Bataillon Nissel) fochten bei Eggmühl und gerieth der grösste Theil des Bataillons, als Nach­hut dem Nachdringen der Franzosen standhaften Widerstand entgegen­setzend, in Gefangenschaft. In der Schlacht hei Aspern zeichnete sich das Regiment unter seinem Obersten Baron Mecséry durch seine eiserne Ruhe bei Abwehr der feindlichen Cavallerie-Angriffe vorzüglich aus; Oberst Baron Mecséry erhielt den MIO. Hauptmann Carl Berger aussertourlieh zum Major und Commandanten des neu zu formierenden Grenadier-Bataillons ernannt. Ebenso brav focht das Regiment bei Wagram, Vertheidigung von Baumersdorf, dessgleichen das neugebildete Grenadier-Bataillon Berger, dieses auch bei Znaym. 1813 war ehr Bataillon in der Schlacht bei Dresden; in der Schlacht hei Leipzig focht das Regiment am 16. October hei Lindenau, Klein-Zschocher, die Grenadiere hei Konnewitz (Auenheim), am 18. kam keine Abtheilung in das Gefecht (Regiment nach Pegau detachiert, Grenadiere Geschütz-Be­deckung); Abtheilungen des Regiments nahmen an den Gefechten hei Kosen, Eckartsberg und Hochheim theil. Das 1. Landwehr-Bataillon (Major Frei­herr von Horn) bei den zur Deckung der Uebergänge über das Erzgebirge aufgestellten Truppen, dann hei der Einschliessung von Dresden verwendet, das 2. Landwehr-Bataillon Besatzung in Theresienstadt. 1814 in der Haupt-Armee eingetheilt, hatte das Regiment hei Brienne mit Auszeichnung gefochten, in dem Gefechte bei Chappes gerieth eine halbe Compagnie durch eigene Unvorsichtigkeit in Gefangenschaft. In der weiteren Vorrückung bis Paris kam das Regiment nicht mein- in das Feuer. Die Grenadiere, vorübergehend vor Besan^on verwendet, standen in der Süd- Armee, Vorrückung auf Lyon, Gefechte bei Belleville, Limonest, dann während der Dauer des Congresses, nach Wien bestimmt; die beiden Landwehr- Bataillone nach Ulm gerückt. Kutschera. 1815 rückte das Regiment im 2. Corps, nur vereinzelte Vorposten-Gefechte bestehend, aus Ober-Italien über Savoyen nach Lyon und kam schliesslich in das Lager hei Dijon; die Grenadiere standen am Rhein, hei der Cernierung von Schlettstadt, die beiden Landwehr-Bataillone standen in Verona und Mantua. Latour. 1848. Anfänglich als Besatzung nach Ulm bestimmt, war das Regiment mit dem 1., 3. Feld- und 1. Landwehr-Bataillon (das 2. Feld-Bataillon in Theresienstadt verblieben) auf den Kriegs-Schauplatz nach Italien gerückt. Das Landwehr-Bataillon und eine Division des 1. Bataillons, in Süd-Tyrol zurückgehalten, kämpften in der Brigade Zobel am Monte Baldo und bei Chiesa (Val Arsa), die übrigen Abtheilungen mit besonderer Bravour bei Vicenza (Erstürmung von Madonna del Monte im Vereine mit Reisinger- Infanterie Nr. 18 u. s. w.). Das später ganz vereinigte Regiment hei Somma- campagna, Custozza und vor Mailand mit erneuerter Auszeichnung gefochten, endlich nahmen noch Abtheilungen des Regiments an diversen Unter­nehmungen gegen die Freischaaren am Lago Maggiore imd Lago di Como theil (so hei S. Fedele, Monte Bisbino, S. Bernardo u. A.) Die Grenadiere (Bataillon van der Mühlen) an den Strassenkämpfen in Prag betheiligt, dann,

Next

/
Oldalképek
Tartalom