Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)
Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.
— 268 — Bohan. 1809 im 4. Corps der Haupt-Armee eingetheilt, hatte das Begiment (Commandant Oberst Alstern) die Aufgabe, bei dem Bückzuge der Armee durch Begensburg, die dortige Ponton-Brücke zu sichern und zeichnete sich hiebei insbesondere das 2. und 8. Bataillon durch standhaftes Festhalten der Position und übwehr mehrfacher ungestümer Angriffe aus. In der Schlacht bei Aspern war es eines jener Begimenter, welche, in Carrés formiert, die feindlichen Cavallerie-Attaken mit unerschütterlicher Buhe abwiesen; ebenso zeichneten sich in der Schlacht bei Wagram das 1. Bataillon unter Oberstlieutenant Müller von Hohenthal und das 8., Oberstlieutenant Krause, bei Vertheidigung von Baumersdorf aus. Die Grenadiere (Bataillon Stark) bei Hairsen und Eggmühl viel verloren, dann bei Aspern und Znaym gefochten. Albert Gyulai. 1813 focht das Begiment (drei Bataillone) in der Haupt-Armee bei Dresden und Leipzig (Kämpfe um Dölitz—Probstheida). Die Grenadiere (Bataillon Oklopsia) in den gleichen Schlachten mitgewirkt ; 1814 ersteres bei Montereau gekämpft, dann zur Süd-Armee, in welcher es die Gefechte bei St. Georges und Limonest mitmachte. Die Grenadiere ebenfalls in der Süd-Armee, Treffen bei Mapon, Kämpfe vor Lyon. 1815 bei der Haupt-Armee, ohne Gefecht, Grenadiere im Beserve-Corps. 1821 zwei Feld-Bataillone bei der Armee gegen die Insurgenten in Neapel, Gefechte bei Colli und Pesco Solido (hier nur zwei Compagnien). Paumgartten. 1848 stand das Begiment (1. und 2. Feld-Bataillon) in Mailand und nahm unter seinem Commandanten Obersten Döll an den dreitägigen Strassenkämpfen daselbst ehrenvollen Antheil; später stand es als Besatzung in Mantua und zeichnete sich in dem Gefechte bei Curtatone und dem Treffen bei Montanara aus, ebenso bei Goito. Das 1. Landwehr-Bataillon war bei der Einnahme von Wien und kam dann nach Ungarn. Die Grenadiere (Bataillon Van der Mühlen) bei Bewältigung des Aufstandes in Prag, dann vor Wien. Felix Schwarzenberg. 1849 das Begiment bei Novara ruhmvoll gefochten (Vertheidigung von Torre di Quadro); dann bei der Einnahme von Livorno. Das 1. Landwehr-Bataillon war in der Schlacht bei Kápolna, dann im Verein mit dem 3. Bataillon im 2. Corps bei der Cernierung von Komorn, wo sie mehrfache Gefechte bestanden und geriethen in dem Treffen bei Puszta- Herkály (3. August) drei Compagnien in Gefangenschaft. Für Auszeichnungen in diesen beiden Feldzügen wurden decoriert mit: MTO. Begiments-Commandant Oberst Alexander Graf Kielmannsegg (gefallen, nachträglich zuerkannt). LO. derselbe; dann die Hauptleute Joseph Holzer und Johann Plochl. EKO. 3. Major August Schreiner, die Hauptleute Ludwig Bitter von Savageri, Carl Manger von Kirchsberg. MVK. Begiments-Commandant Oberst Carl Döll von Grünheim1), die Majore Franz Kriegeistein Bitter von Sternfeld, Franz Augustinetz und August Schreiner; die Hauptleute Sebald Czappek, Moriz Bognár von Korongh, Alois Fürst Buspoli, Erwin Steinhäuser Bitter von Treuberg; die Oberlieutenants Hannibal Wolff, Georg Babich, Gustav Freiherr von Fichtl, Leopold Dossen, Franz Wottoczek; die Unterlieutenants Emil Erben und Leopold Krczmarz. GGVK. Begiments-Caplan Gustav Adolph Turinsky. Beischach. 1859 mit drei Feld- und dem Grenadier-Bataillon im 5. Corps (Stadion) eingetheilt, focht das Begiment, insbesondere die Grenadiere, J) Mittlerweile zum GM. befördert.