Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 196 — 1809 mit drei Bataillonen im 1. Corps (Bellegarde) eingetlieilt, kam das Regiment in Bayern nicht in das Gefecht. In der Schlacht bei Aspern zeichnete sich am ersten Schlachttage insbesondere das 2. Bataillon, Hauptmann Mur­mann, bei der Erstürmung von Aspern aus; am 22. Mai Hauptmann Vern- holz mit einer Division durch standhafte Yertheidigung einer ausserhalb ge­legenen Scheuer sehr zur Wiedereroberung dieses Ortes beigetragen. Die Grenadiere (Bataillon Wieniawsky) in Bayern wenig engagiert, in den Kämpfen um,Esslingen sich ausgezeichnet. Bei Wagram zeichnete sich das Regiment in den Kämpfen um Aderklaa, sowie durch seine feste Haltung auf dem Rückzuge aus; Hauptmann Fabary, Commandant des 1. Bataillons, sich besonders ausgezeichnet; ebenso brav focht es bei Znaym, dessgleichen die Grenadiere in beiden Actionen. Major Murmann und Hauptmann Christoph Vernholz erhielten denJITÜ. 1813 bei der Armee in Deutschland eingetheilt, geriethen in der Schlacht bei Dresden zwei Bataillone in der Division Mesko nach tapferer Gegenwehr in Gefangenschaft und nahmen an den weiteren Ereignissen nur die Grenadiere (Bataillon Fischer), sowie das 3. und das Landwehr-Bataillon, welches früher das Gefecht bei Arbesau mitgemacht, theil; bei Leipzig—Dölitz sich ins­besondere die Grenadiere ausgezeichnet. Regiments-Commandant Oberst Graf Leiningen bei Dresden die Fahnen des Regiments mit eigener Lebensgefahr gerettet. Das 3. und Landwehr-Bataillon schliesslich bei der Blockade von Castel. 1814 nahmen obige Abtheilungen und das neu aufgestellte 1. Bataillon an den Operationen der Süd-Armee theil und zwar Einnahme von Fort Joux, Fort St. André, Erstürmung des Mont Brégille vor Besanpon, hiebei Oberst­lieutenant O’Donell sich ausgezeichnet, eine Division in dem Gefechte bei Poligny; das Regiment sodann nach Savoyen gerückt. Die vor Besamjon zurück­gebliebenen Grenadiere sich bei Abweisung des Ausfalles am 31. März aus­gezeichnet. Hnterlieutenant Emanuel Zitzmann wegen bewiesener Tapferkeit zum Oberlieutenant befördert. Ebenso für ihre Leistungen während des Feld­zuges nachträglich mit dem LO. decoriert: Oberstlieutenant Johann Wilhelm Graf Klebelsberg und Major Wenzel Freiherr von Kotz. 1815 das 3. Bataillon an einigen Gefechten vor Beifort theilgenommen, das Regiment bei der Einnahme von Langres, dann Besatzung daselbst; die Grenadiere und das Landwehr-Bataillon nicht in das Feuer gekommen. 1848 betheiligten sich Abtheilungen des in Maynz gamisonierenden Regiments an dem Strassen-Kampfe in Frankfurt a. M., ebenso die Grenadiere (Bataillon Cerrini) an jenem in Prag, später kam dieses Bataillon zu der Ein­nahme von Wien. 1849 fochten selbe (nunmehr Bataillon Fischer) nach vorübergehender Verwendung vor Komorn mit Auszeichnung in den Kämpfen an der Waag (Pered-Zsigárd), dann vor Komorn (11. Juli), endlich bei Szöreg. Für Auszeichnung in diesen Feldzügen erhielten: MVK. Oberstlieutenant Franz Freiherr von Paumgartten, Grenadier- Bataillons-Commandant Oberst Moriz Ritter von Chmielnicki; die Haupt­leute Georg von Oklopsia und Alfred Graf Erbach; die Oberlieutenants Coloman von Andrássi, Anton Ritter von Minkowitz und Gustav Worel; die Hnterlieutenants Johann Nicke und Carl (Ludwig) Freiherr von Leonhardi. Kronprinz von Sachsen. 1859 mit drei Feld- und dem Grenadier- Bataillone im 8. Corps Benedek eingetheilt (das 4. Bataillon in Venedig), kam das Regiment bei Magenta nicht in das Gefecht, focht mit Auszeichnung, aber bedeutenden Verlusten, bei Melegnano, ebenso brav bei Solferino (Kämpfe um S. Martino), in welcher Schlacht die 6. Division, Hauptmann Steiger, die verloren gegangene, dominierend gelegene Kirche, ohne einen Schuss zu thun, mit dem Bajonnette wieder nahm. Für ihr tapferes Verhalten in diesem Feldzuge erhielten: LO. Oberlieutenant Heinrich Sedlaczek. EKO 3. Oberstlieutenant Ernst Wiedemann; Major Joseph Heller; die Hauptleute Anton Steiger, Ignaz Seewald; die Oberlieutenants Theodor

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