Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 184 — 1744 ein Bataillon bei der operierenden Armee in den Niederlanden; 1745 wieder zwei Bataillone und die Grenadiere am Bhein (Main). 1746 bei Rocour nicht in das Feuer gekommen, ein Detachement unter Hauptmann Majole Schloss Mecheln tapfer vertheidigt, 1747 Schlacht bei Lawfeld; 1748 ohne Gefecht. 1756 mit zwei Bataillonen und den Grenadieren auf dem Kriegs-Schau­platze in Böhmen (3. Bataillon in Olmütz), focht das Regiment bei Lobositz, 1757 in der Schlacht bei Prag und machte dann die Yertheidigung dieser Festung mit (hier auch das 3. Bataillon); später die Schlachten von Breslau undLeuthen. Hauptmann Albrecht von Wittern für Auszeichnung bei Breslau aussertourlich zum Major befördert. 1758 das bisher in Prag verbliebene 3. Bataillon an dem vergeblichen Versuche, Schweidnitz zu entsetzen theilgenommen, dann Belagerung von Neisse; das Regiment in der Schlacht bei Hochkirch. 1759 in der Haupt-Armee, ohne Gefecht. W olfe nbüttel. 1760 das Regiment im Corps Lacy, Streifzug nach Berlin, dann in der Haupt-Armee (bei Torgau nur im Geschützfeuer gestanden), das 3. Bataillon in Dresden. 1761 in Sachsen, ohne Gefecht. 1762 das Regiment (alle drei Bataillone) in Sachsen in dem Gefechte bei Spechthausen; Major Graf Erbach erhielt für Auszeichnung in demselben den MTO. Später noch Abtheilungen an einigen kleineren Afi'airen bei Dresden und Freiberg betheiligt. 1778/79 Regiment und Grenadiere (Bataillon Canto d’Yrles) bei der Armee in Böhmen, ohne Gefecht. 1789 das Leib- und Oberst-Bataillon auf dem Kriegs-Schauplatze in Ungarn, Yertheidigung der Stellung von Armenis, Major Baron Mittrowsky sich aus­gezeichnet; dann den Rückzug von Karansebes mitgemacht. 1789 das Regiment bei der Belagerung von Belgrad. Die Grenadiere (Bataillon Voith) nicht ausmarschiert. Kheul. 1793 auf den Kriegs-Schauplatz in den Niederlanden gerückt (1. und 2. Bataillon) focht das Regiment bei Tirlemont, Neerwinden und Löwen, kam dann zur Einschliessung von Valenciennes, Gefecht bei Estreux, Schlacht bei Famars; später nahm dasselbe (Abtheilungen) an den Gefechten bei Lille (Hellesmes), Menin, Marchiennes und Orchies theil. In dem Gefechte bei Mar- chiennes die Majore Carl Wagemann und O’Reilly, dann Capitain-Lieutenant Richter sich hervorgetlian. Die Grenadiere (Bataillon Ulm) bei Berlaimont und Wattignies gelochten. 1794 in der Stellung bei Marchiennes belassen, nahmen Abtheilungen des Regiments an den Gefechten bei Pont a Marque und Orchies theil und kam es sodann als Besatzung nach Maastricht, wo es in Folge Capitulation in Kriegsgefangenschaft gerieth (in die Erblande abgerückt). Die Grenadiere im Corps York die Schlachten bei Tourcoing und Fleurus mitgemaclit. 1795 nur die Grenadiere im Felde, Gefechte an der Pfrimm und bei Lambsheim. 1796 war das Regiment auf dem Kriegs-Schauplatze in Italien, focht bei Saló und Lonato. Regiments-Commandant Oberst Graf Saint-Julien be­lobt, schwer verwundet. Auf dem Rückzuge nach Tyrol kam das Oberst- Bataillon noch bei Villanova in das Feuer, das Leib-Bataillon wurde bei Storo überfallen und gefangen, das 3. Bataillon, welches bei der Besitznahme von Krakau verwendet worden war, nachgerückt. Das Regiment nahm nun (im Corps Mészáros) an den Gefechten bei Bassano, Cerea und der Schlacht bei la Favorita theil und gehörte sodann zu den in Mantua eingeschlossenen Truppen (Gefecht bei Governolo). Die Grenadiere in der Armee des Erzherzogs Carl bei Ukerath, Wetzlar, Würzburg und Schliengen mit Auszeichnung gefochten.

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