Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 10. (Neue Folge, 1898)
Hauptmann Veltzé: Der schriftliche Nachlass des Feldmarschalls und General-Lieutenants Raimund Fürsten Montecuccoli - IV. Correspondenz
258 Veltzé: Der schriftliche Nachlass des Feldmarschalls und Unterkunft der Königin *) getroffen waren, dieser entgegen, um sie nach Rom zu geleiten. Der letzte Brief ist vom 28. December, in welchem er die Hoffnung ausspricht, in 8—10 Tagen über Loretto und Bologna* 2) die Rückreise antreten zu können. Aus den Monaten März und April des Jahres 1657 sind 70 Briefe Montecuccoli’s, an dieselbe Adresse gerichtet, erhalten (Kr. A., Mém. XXVIII. 232); in diese Zeit3) fällt der Tod des Kaisers Ferdinand III., von welchem ein Schreiben de dato Wien, 7. April, ausführlich Nachricht gibt; die übrigen Briefe beschäftigen sich mit seiner bevorstehenden Vermählung mit der Gräfin Margaretha Dietrichstein. Eine eopia copiae des Trauungsscheines (Kr. A., Mém. XXVIII. 287,13. December 1677), des Heirathscontractes (Mém. XXVIII. 285, 19. Mai 1657), dann Original-Abschriften seines Taufscheines (Mém. XXVIII. 225, 13. December 1677), sowie desjenigen seiner Gattin4) (Mém. XXVIII. 291, 12. December 1677) und seines Sohnes Leopold (Mém. XXVIII. 286, 30. November 1677), dann des Stammbaumes der Familien Montecuccoli und Dietrichstein (Kr. A., Mém XXVIII. 284) und eines „Vergleiches zwischen Ihrer fürstlichen Gnaden von Dietrichstein und Ihrer Excellenz Herrn Grafen von Montecuccoli“ de dato Brünn, 29. September 1664, erliegen gleichfalls im Kriegs-Archiv. 1659. Im Jahre 1659, da Montecuccoli im Felde stand, bezog er seine Nachrichten über die Vorgänge am Wiener Hofe, wie aus mehreren Briefen des Grafen5) Porcia hervorgeht, von diesem, seit dem Regierungsantritte Kaiser Leopold I. einflussreichsten Mit- gliede des Conferenzrathes. (Kr. A., Mém. XXVIII. 256.) *) Als Absteigequartier war der Palast Farnese bestimmt; doch musste Christine, da dieser erst hergerichtet ward, auf Wunsch des Papstes im Vatican wohnen. (Brief Rom, 3. December 1655.) 2) Pater Maximilian befand sich in Bologna. 3) 2. April 1657. 4) f 15. December 1676; siehe Brief des Freiherm Christoph von Dietrichstein an Montecuccoli de dato 25. December 1676. (Kr. A., Mém. XXYI1I. 282.) 5) Seit 1662 Reichsfürst.