Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 10. (Neue Folge, 1898)
Hauptmann Veltzé: Der schriftliche Nachlass des Feldmarschalls und General-Lieutenants Raimund Fürsten Montecuccoli - IV. Correspondenz
250 Yeltzé: Der schriftliche Nachlass des Feldmarschalls IV. Correspondenz. 1644—1645. Aus den Jahren 1644 und 1645 ist ein Octavband (in Pergament gebunden), enthaltend 145 Concepte Montecuccoli’s in italienischer, französischer und deutscher Sprache, erhalten. (Kr. A. 1645. XIII. 4.) Auf der Rückenwand steht von fremder Hand, aber scheinbar aus wenig späterer Zeit „Prothocollum de Anno 1644 von Ihrer Excellenza geschrieben.“ Die Concepte sind durchwegs von Montecuccoli’s Hand, chronologisch geordnet und umfassen die Zeit vom 16. April bis 8. October 1644 (137), dann vom 25. März bis 30. November 1645 (8.). *) Diese Umstände machen es zur Gewissheit, dass man hier, was 1644 anbelangt, die gesammte Correspondenz und hiemit auch ein historisch und biographisch interessantes Bild dieser Zeit entrollt findet. Nach der Beendigung des Feldzuges und dem Beziehen der Winter-Quartiere in Italien 1643, begab sich Montecuccoli nach Wien; da Unterhandlungen im Zuge waren und der Friedensschluss mit dem Papste so ziemlich gesichert war, nahm er den ganzen Winter und das folgende Frühjahr daselbst Aufenthalt, bedingt durch den Tod der Witwe seines Vetters, des Grafen Hieronymus Montecuccoli (Januar 1644), von welcher er zum Universalerben eingesetzt war. 1 2) Der Wiedereintritt in kaiserliche Dienste stand ihm offen und war ihm vom Kaiser die nächste Vacanz eines Regiments 1) Ausserdem drei Gedichte: a) Sonetti fatti per la posta, nel corriere di Vienna a Praga. (16. Mai 1644.) Siehe Tafel 1/2. b) L’Altezza Reale. (Erzh. Leopold. 1. Dec. 1645.) c) All’Altezza Reale deli Serenissimo. (Erzh. Leopold.) 2) Siehe Brief Franz Montecuccoli’s, Modena, 24. Febr. 1644. (Kr. A., Mém. XXVIII—248.)