Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 10. (Neue Folge, 1898)

Hauptmann Veltzé: Der schriftliche Nachlass des Feldmarschalls und General-Lieutenants Raimund Fürsten Montecuccoli - II. Geschichte (Kriegsgeschichte, Mémoiren, Reisen)

228 Veltzé: Der schriftliche Nachlass des Feldmarschalls Interessant ist die im Originale erhaltene, 14 Puncte umfassende Instruction für den kaiserlichen Abgesandten; sie ist betitelt: „Instruction und Befeleh, was der Hoch- und Wohlgeborne Unser gehaimer Bath etc. Reymundt Graff Montecuccoli, in dieser seiner Raiss n ach er Final zu verrichten hat.-< Deutsch. Wien 1666. Mai 24. O. (Kr. A., Mém. XXVIII. 207.) 18 Seiten, sowie ein leider nur als Fragment vorhandenes Manuscript, die Verhandlung mit der Republik Genua, die Ankunft und Durch­reise der kaiserlichen Braut betreffend. Ohne Titel, ohne Datum (1666). Italienisch. O. (Kr. A., Mém. XXVIII. 212.) 13 Seiten. Es wird darin erwähnt, dass seit dem letzten Empfange der Königin Maria von Ungarn im Jahre 1630 fast 40 Jahre ver­gangen sind, daher es wohl keinem Zweifel unterliegt, dass es auf diese Gelegenheit Bezug hat und die Antwort der Republik auf die Vorschläge des spanischen Hofes betreffs des Empfanges ist;1) es ist jedenfalls bemerkenswerth für die damalige Stellungnahme eines monarchischen Staates gegenüber einer Republik und wie die letztere ihr Recht und ihre Würde zu wahren sucht. Ausserdem sind gelegentliche kurze Aufzeichnungen Monte- euccoli’s über verschiedene Reisen vorhanden, die jedoch nur geringen Werth haben ; sie geben lediglich Aufschluss über die ein geschlagene Route und die Zeiteintheilung. Eine dieser ist betitelt: „Viaggio fatto per veder li Paesi Bassi, e le piazze e luoghi principali. (Reise, unternommen um die Niederlande und deren Hauptorte und Plätze zu besichtigen.) Ohne Datum, betrifft aber jedenfalls die 1649 unternommene Reise. (Siehe 1/9.) Ausserdem ist skizziert: eine Reise von Glatz über Wien, Mantua nach Modena, zurück nach Innsbruck und Augsburg (1653), dann von Wien nach Venedig, Florenz, Rom, zurück über Ancona, Triest, Laibach (1652). J) Wahrscheinlich wurde Montecuccoli über diese Verhandlungen oflieiell in Kenntniss gesetzt, wodurch es sich auch erklären würde, dass dieses Stück in seinem Nachlasse vorgefunden wurde.

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