Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851

Das österreichische Corps Schwarzenbcrg-Legeditsch. 77 Legeditsch dem G. d. C. Fürsten Taxis untergeordnet und ideht directe an das k. bayerische Ober-Commando gewiesen wurde. Beiderseitige Rüstungen im Herbst 1850. A. Oesterreich und seine Verbündeten. Die mit 1. Januar ]850 auf den Friedensfuss gesetzte öster­reichische Landmacht war unter dem „Armee-Ober-Commando“ Sr. Majestät des Kaisers in 4 Armeen, 12 Infanterie- und 1 Cavallerie- Corps gegliedert, u. zw.: I. Armee-Commando in Wien, mit dem 1. Armee-Corps in Wien, 2. in Brünn, 3. in Prag, 4. in Vorarlberg und Nord-Tyrol (später in Deutschland). II. Armee-Commando in Verona, mit dem 5. Armee-Corps in Mailand, 6. Treviso, 7. Verona, 8. Bologna, 9. in Süd-Tyrol und Inner-Oesterreich. III. Armee-Commando in Ofen, mit dem 10. und 11. Armee- Corps in Pesth und in einigen grösseren Städten Ungarns, ebenso das Cavallerie- (13.) Corps; das 12. Armee-Corps in Siebenbürgen. IV. Armee-Commando in Lemberg, sämmtliche Truppen in Galizien. Das 3. und 4. Armee-Corps standen auf dem Kriegsfuss. Zur k. k. Landmacht zählten ferner 17 Grenz-Infanterie- Regimenter der croatisch-slavoniselien und der serbisch-banater Militär Grenze. Im October fand, wie erwähnt, die Zusammenkunft der Monarchen: des Kaisers von Oesterreich und der Könige von Bayern und Württemberg in Bregenz statt, wobei die Aufstellung einer starken Offensiv-Armee im nördlichen Böhmen beschlossen ward, zu welcher die Contingente Bayerns mit 40.000 Mann und Württembergs mit 20.000 Mann zu stossen hatten. Ferner hatte sich Sachsen bereit erklärt, ein Corps von 20.000 Mann und Darmstadt eines von 10.000 Mann beizustellen. Vom 20- October an erflossen die Verfügungen zur Mobili­sierung des grösseren Theiles der k. k. Armee und zur For­mierung einer starken Offensiv-Armee in Böhmen. Das Allerhöchste Armee-Ober-Commando behielt sich die oberste Leitung der operativen und'der rein militärischen Angelegen­heiten vor. Zum General-Quartiermeister der Armee war FML,

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