Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851

60 Sacken. Cantonnierung Bronzell, am 8. November 1850. Pessler m. p. Major.“ Die Preussen hatten keine Verluste; ein Pferd wurde ver­wundet und Montursstücke der Soldaten durch Streifschüsse durch- lö chert. Die Vorgänge bei dem Corps des GL. Grafen v. d. Groben sind aus den nachfolgenden Schreiben desselben an den G. d. C. Fürsten Taxis, dessen Antworten ebenfalls beigefügt sind, zu er­sehen. GL. Graf v. d. Groben an G. d. C. Fürsten Thurn und Taxis. Fulda am 6. November 1850. „Euer Durchlaucht haben meine Feldwachen zurückgedrängt und dadurch die Feindseligkeiten eröffnet. Ich habe die höheren Befehle, Ihre Truppen nicht durch­zulassen und dies mit Waffengewalt zu verhindern. In wenigen Tagen sind ohne Zweifel alle Missverständnisse aufgeklärt. Aber Sie wollen diesen glücklichen Augenblick nicht ab- warten und ziehen den Krieg mit einem treuen Bundesstamme vor. Sie finden uns gerüstet.“ GL. Graf v. d. Groben an G. d. C. Fürsten Thurn und Taxis. Fulda am 8. November 1850. Abends 0 Uhr. „Euer Durchlaucht haben heute wieder meine Vorposten gedrängt und es ist leider von Ihren Truppen angriffsweise ver­fahren worden; ich war bereit, Sie in meiner Stellung zu empfangen, da ich die Ehre meiner Waffen wahren muss. Wie ich es Hochdenenselben aber vorausgesagt, dass die un­glücklichen Missverständnisse zwischen unseren Staaten gewiss in Kurzem sich aufklären müssen, so ist auch jetzt schon dazu ein annähernder Schritt geschehen. Gerade in dem Augenblicke, da Sie uns ihre Kugeln sendeten, erhielt ich aus Berlin die Weisung, zur Bekräftigung wahrer Friedfertigkeit Fulda zu räumen und mich auf die Etapenstrasse

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