Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851

24 S acken. Dies sind die Instructionen, welche ich Ihnen von hier aus zu geben vermag und werden die k. bayerischer Seits ertheilten denselben hoffentlich entsprechend sein. Ich halte es für angemessen, dass Sie die k. württembergische Regierung sofort durch einen nach Stuttgart zu entsendenden Officier begrüssen lassen und von dem Zwecke Ihrer Bewe­gungen in Kenntniss setzen.“ Dann in einem zweiten Schreiben vom gleichen Datum: „Hätte Fürst Wittgenstein sich von vornherein auf den Standpunct gestellt, welchen er in seinem letzten Schreiben vom 4. d. festzuhalten sucht, würde die Hilfe rechtzeitig gebracht und uns die Unannehmlichkeit erspart worden sein, diese so einfache Angelegenheit in solcher Weise entwickelt zu sehen. Da nun der Prinz von Preussen sich in seinen Berechnungen getäuscht zu haben und nicht in der Lage zu sein scheint, die unglücklichen Bewohner des Oberlandes vor den Gräueln der Anarchie zu bewahren, wollen wir über Alles, was vorhergegangen, hinwegsehen und dort Hilfe bringen, wo sie noth thut. In diesem Geiste sind meine heutigen Weisungen abgefasst, dieselben mögen noch so allgemein lauten, bin ich doch im Voraus versichert, dass Euer Liebden unsern Absichten zu entsprechen wissen werden. Damit Sie von denselben vollkommen unterrichtet seien, will ich hier nur noch zum Ueberflusse bemerken, dass, wenn die Operationen Euer Liebden Sie in die Nähe der königl. preussischen Truppen führen sollten, Sie sich sofort mit denselben in das beste Einvernehmen zu setzen und dieses zu unterhalten haben; daher auch hei der entferntesten Andeutung des Wunsches, die Bewe­gungen der beiderseitigen Truppenkörper in Uebereinstimmung zu bringen, von Euer Liebden bereitwillig hiezu die Hand zu bieten ist.“ FML. Fürst Carl Schwarzenberg an Fürst Felix Schwarzen­berg. Bregenz, den 13. Juli 1849. „Euer Durchlaucht Depesche vom 14. d. M. habe ich soeben erhalten und mittels meiner Berichte vom 12. und 16. d. M., sowie mittels der an S. E. den Herrn Kriegsminister Grafen Gyulay unterm 14. d. M. gerichteten Meldung die Ehre gehabt, Euer

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