Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

Beitrag zur Geschichte des Krieges in Ungarn 1848/49

178 Beitrag zur Geschichte des Krieges in Ungarn 1848/49. des Banus selbst zu sehen, da es schon bei seinem Marsche zur Vereinigung mit dem Corps Schlick’s bei Tápio-Bicske zwar ohne Erfolg angegriffen wurde, sich aber auch bei Isaszegh dem Gegner stellen musste, wo allerdings die Gefahr, vereinzelt geschlagen zu werden, bei der unmittelbaren Nähe des III. Corps nicht vor­handen war. Entgegen der Darstellung in der „Kriegs-Chronik“ (Seite 395) sei hier hervorgehoben, dass die Truppen des Banus im Gefechte bei Isaszegh, dieses Dorf beim dritten Angriffe wohl aufgeben mussten, in ihrer Aufstellung hinter dem Rákos-Bache sich jedoch behaupteten, wie auch, dass der innerhalb der Stellung liegende Wald vollständig im Besitze der Division Liechtenstein blieb und am linken Flügel die Division Lobkowitz ohne Anstrengung die Höhen gegen Sálko und Bagh hielt, dass also von einer Besitz­nahme des Gefechtsfeldes durch den Feind keine Rede sein kann. Diese erfolgte erst am nächsten Morgen, als die beiden Corps durch den Armee-Commandanten gegen Buda-Pest beordert wurden. Vor dieser Stadt nahm nun die versammelte Armee, die Entscheidung abwartend, Aufstellung, nur die Division Ramberg blieb zur Deckung der Strasse nach Gran bei Waitzen. Der nun folgenden vierten Offensiv-Operation des ungarischen Heeres, die jedoch nicht gegen die Hauptstädte, sondern auf den Entsatz Komorn’s mittelst eines Flankenmarsches über Waitzen an die obere Gran gerichtet war, gieng Fürst Windisch-Graetz mit gleicher Energie und Ueberlegung entgegen. Der Feldmarschall, der, wie schon vorher bemerkt, in dem Entsätze Komorn’s jederzeit das bedeutendste Ziel der gegnerischen Anstrengungen erblickte, auch bald nach dem Gefechte bei Isaszegh aus der geringen Energie der feindlichen Vorrückung gegen Buda- Pest die veränderte Richtung der Operation Görgey’s vermuthen musste und in der Verdrängung der durch GM. Götz commandierten Division Ramberg von Waitzen am 10. April die Bestätigung dieser Annahme fand, hatte die Brigaden Herzinger, Teuchert und Theissing, welche als Verstärkungen seiner Armee im Anlangen waren und später das IV. Corps unter FML. Wohlgemuth bilden sollten, an die Gran-Uebergänge aufwärts Gran disponiert. Er hatte gleichzeitig alle Massregeln getroffen, um mit der bei Buda-Pest concentrierten Armee auf der Sehne des Bogens über

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