Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851

Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. 149 „Ich drücke Idem it, vor Allem dem Armee-Corps-Comman- danten, dann den Generalen, Stabs- und Ober-Officieren, sowie dem ganzen Armee-Corps Meine volle Zufriedenheit aus und versehe Mich, dass die Abtheilungen desselben in ihrer nunmehrigen Be­stimmung mit gleicher Hingebung und Ausdauer ihren Dienstes- verrichtungen und der eigenen Ausbildung obliegen werden.“ Franz Joseph m. p. Es war fast Mitte April geworden, bis alle Truppen des Corps vollständig in und bei Pilsen vereinigt waren. Noch immer bestanden Beziehungen mit den von ihnen verlassenen Ländern und deren Behörden. Namentlich gab die Auflösung der von den Truppen errichtet gewesenen Spitäler, respective der Rück- Transport der geheilten Kranken Anlass zu Correspondenzen. Selbst während der Beurlaubung behielt sich FML. von Lege- ditsch übrigens die Erledigung der wichtigeren, auf die Occupation Bezug nehmenden Angelegenheiten vor. Er beauftragte Oberst Henikstein, einen Bericht an Se. Majestät zu entwerfen, welcher die Anträge zur Auszeichnung jener Functionäre des Auslandes, welche sich um die k. k. Truppen während des Rückmarsches Verdienste erworben hatten, enthielt. Legeditsch sah sich wieder veranlasst, von diesem Berichte auch dem Minister des Aeussern, um dessen Einflussnahme bittend, Kenntniss zu geben. Beide Schriftstücke waren vom 24. April datiert. Das letztere trug die Aufschrift: „An Seine Exccllenz den k. k. Minister des Aeussern und des kaiserlichen Hauses, wirklichen Geheimen Rath etc. Herrn Grafen von Buol - Schauenstein.“ „In Wien war der bedeutende Staatsmann, dessen Kühnheit und Energie Oesterreich von Erfolg zu Erfolg geführt hatte, Fürst Felix Schwarzenberg, aus dem Leben geschieden.“ *) Oesterreich und sein jugendlicher Monarch hatten einen schweren Verlust erlitten. Jener tapfere General und grosse Staatsmann, welcher in den letzten zwei Jahren als Berather Sr. Majestät zur Seite gestanden war, der Minister-Präsident und *) Sybel: Die Begründung des deutschen Reiches etc. II. pag. 163.

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