Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851

Das österreichische Corps Schwarzenherg-Legoditsch. 145 die volle Autorität Se. Majestät des Königs von Dänemark als Landesherr im Herzogthume Holstein wieder hergestellt sein. Gleichzeitig haben die in Holstein stationierten k. k. öster­reichischen und königl. preussischen Truppen den Rückmarsch nach den eigenen Staaten auzutreten und wird das holstein-lauen- burgische Bundes-Contingent die Besetzung der Festung Rends­burg am 21. Februar übernehmen.“ Ferner war bestimmt, dass die k. preussischen Truppen am 18. und 19-, die k. k. 2 Ba­taillone Schwarzenberg-Infanterie aber am 20. und 21. von Rends­burg abzurücken haben würden. Zur Feststellung der Details sandte Graf Mensdorff den Ritt­meister v. Karst zum FML. von Legeditsch. Am 12. Februar wurden die Marsch-Dispositionen an die Truppen und Behörden erlassen. Die gesammte Infanterie, in der Stärke von 317 Officieren, 12.997 Mann, 178 Pferden und 22 Wagen, war, mit Ausnahme des 3. Bataillons Wellington-Infan­terie, welches zur Bedeckung der Geschütz- und Munitions-Reserve zu dienen hatte, bataillonsweise, 11 Echelons, auf der Eisenbahn über Stendal, Dresden nach Prag zu befördern. In den bezeich- neten Stationen waren Nachtquartiere zu nehmen. Da die könig­lich preussischen Truppen vorangiengen, so konnte der erste Echelon der österreichischen Truppen erst am 20. Februar befördert werden und traf am 23. Februar, der letzte Echelon am 7. März in Prag ein, von wo die Abtheilungen in Fussmärschen nach Pilsen abrückten. Die ganze Artillerie, mit dem 3. Bataillon Wellington als Bedeckung, das Regiment Windischgrätz-Dragoner, die Truppen- Abtheilungen und der Train des Corps-Hauptquartiers, die Pion­niere mit Brücken-Equipagen, das Feldaufnahms-Spital mit der Sanitäts-Compagnie, das Transport-Fuhrwesen, nebst den Trains der Regimenter hatte in Fussmärschen, anfänglich auf den zwei Strassen über Harburg und Celle und über Lüneburg und Uelzen nach Braunschweig, von da auf der Strasse über Halberstadt, Eisleben, Leipzig und Dresden ebenfalls nach Prag und weiters in ihre neuen Quartiere zu rücken. Die ganze Colonne war in 12 Tages-Echelons gegliedert, überdies mussten diese Echelons auf der Strecke bis Braun­schweig wegen ungenügender Unterkunlt in dem Heidegebiet in Mittheilungen des k. und k Kriegs-Archivs. Neue Folge. VIII. 10

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