Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Neue Folge, 1893)
Major Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VIII. Bande)
*) Die beiden Bataiüone der Regimenter Stain und Manfredini, das Dragoner- Regiment Eh. Joseph und 2 Escadronen Wurmser-Husaren. 2) Am 29. August traf Erzherzog Carl vor Thionville ein, welcher durch ein kaiserliches Handschreiben vom 5. September zum General-Feldwachtmeister ernannt und zur wirklichen Dienstleistung bei dem Corps Hohenlohe eingetheilt wurden. (H. K. R. 1792; IX, L.) 3) Siehe Tafel X. gegen Tliionville. Feldmarschall-Lieutenant Wallis mit 4 Bataillonen, 1 Division Croaten, 8 Escadronen, 4 Haubitzen und einigen 12pfündigen Kanonen ’) blieb auf den Höhen von Gentringen zurück. Der übrige Theil des Corps, 9 Bataillone, 12 Escadronen mit dem Hauptquartiere besetzte noch an demselben Tage die ihm zugewiesene Stellung bei Richemont. Die Armee der Prinzen lagerte am linken Flügel des Feld- marschall-Lieutenants Wallis bei Hettingen (Hetange), nur 2000 Mann derselben waren gegenüber bei Königsmachern verblieben, um das Eintreffen der Schiffbrücke von Remich abzuwarten, Tliionville dann am rechten Ufer einzuschliessen und den Scheinangriff gegen das Fort auszuführen. Die grosse Bagage und das Feldspital wurden in Remich zurückgelassen, woselbst auch bedeutende Verpflegsvorräthe angesammelt worden waren, aus denen das Corps Hohenlohe für die nächste Zeit seine Subsistenz zu beziehen hatte. Die Zufuhr leitete Hauptmann Wimmer mit den in Remich zurückgebliebenen Truppen - Proviantwagen. Gleichzeitig hatte Hohenlohe auch einige schwere Geschütze von Longwy und Luxemburg gegen Thionville in Marsch setzen lassen.* 2) Thionville,3) einen starken Marsch von Metz entfernt, liegt in einer kleinen Erweiterung des Mosel-Thaies und ist von bewaldeten Hügeln umgeben, welche auf dem rechten Ufer bis auf Kanonenschussweite an die Wälle herantreten. Die Höhen des linken Ufers treten gegen 2000 Schritte zurück, eigneten sich daher mit Rücksicht auf die geringe Tragweite der damaligen Geschütze nicht zu Batterie - Stellungen. Die Festungswerke befanden sich in gutem Stande, das Kronen werk und ein Fort auf dem rechten Fluss-Ufer beherrschten die Strassen von Saarlouis und Trier und standen mit dem Platze durch eine gedeckte hölzerne, auf Steinpfeilern ruhende Brücke in Verbindung.