Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Neue Folge, 1893)
Major Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VIII. Bande)
Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792. 101 Am 30. August stand hievon die Vorhut bei Mouzon, 2 Bataillone waren unter Galbaud auf dem Marsche nach Verdun, woselbst sich bereits ein zur Armee Dumouriez’ gehörendes National- Garde-Bataillon befand, der Rest lagerte und cantonnierte theils bei Sedan, theils bildete er die Garnisonen von Mézieres, Montmédy und Sedan selbst. Nach Abschlag der Festungsbesatzungen verblieben zu dem Marsche in die Argonnen 25 Bataillone und 27_ Escadronen, ungefähr 19.000 Mann, verfügbar. Die Corps Duval und Beurnonville sind hiebei nicht eingerechnet. Für den Marsch nach Grand-Pré standen Dumouriez zwei Wege zu Gebote. Der eine führte zuerst auf der Strasse nach Rethel, dann selbe verlassend über le Chesne und Vouziers an die Aire, der andere über Stonnes in die Gegend von Grand- Pré. Der erste war der sicherere, aber weitere, der letztere wohl viel kürzer, jedoch durch die gegen Stenay vorgehenden Oesterreicher in der Flanke gefährdet. Ueberdies musste Dumouriez, wenn er sich für denselben entschied, gewärtig sein, dass Clerfayt , und die Preussen ihm in der Besetzung der Argonnen-Uebergänge, denen die Verbündeten ja viel näher standen, zuvorkamen. Er entschloss sich daher für den gefährlicheren, aber näheren Weg, was auch dem Wesen dieses energischen und ehrgeizigen Führers mehr entsprach. Zur Deckung seiner linken Flanke hatte General Dillon mit den bei Mouzon stehenden Truppen zunächst nach Stenay zu rücken und als stehende Flankendeckung den Oesterreichern den Uebergang auf das linke Maasufer solange zu verwehren, bis die Hauptkraft bei Grand-Pré angelangt sein würde. Der Marsch sollte in mehreren Colonnen und möglichst rasch durchgeführt werden. Die Besetzung der Argonnen - Strasse von la Chalade und les Islettes mussten einstweilen Freiwillige und sesshafte Nationalgarden übernehmen. General Duval wurde angewiesen, nach dem Eintreffen in le Chesne, den Marsch nach Autry fortzusetzen. *) Die festen Plätze Montmédy, Sedan, Mézieres sollten sich halten, so gut es eben angieng. Die Bewegungen Dumouriez’ gestalteten sich nun wie folgt: Dillon verzögerte den Abmarsch, weil er seine Truppen für unfähig hielt, dem Gegner ernstlichen Widerstand zu leisten. Er ]) Chnquet II, 39.