Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement (1892)

Kriegs-Chronik Oesterreich-Ungarns. Militärischer Führer auf den Kriegsschauplätzen der Monarchie. III. Theil. Der südöstliche Kriegsschauplatz in den Ländern der ungarischen Krone, in Dalmatien und Bosnien - Der Aufstand in der Hercegovina, Süd-Bosnien und Süd-Dalmatien 1881 bis 1882

Vratlo. Ubli. Grkovac. Veli Vrh. Napoda. Crkvice. Pazua. Őrien. Stekanica. Vel: Zagvozdak, Vrh §anik. Pereima gora. Vel: Zagvozdak. Grkovac. Poljkovac. Dvrsnik. Macja planina Pazua. Pitomna rupa Goli.s-Berg. In dem Masse, als die vorläufige Einrichtung am Höhenrande Ledenice—Stepen fortschritt, war es möglich geworden, denselben durch kleinere Abtheilungen festzuhalten und die dadurch frei ge­wordenen Kräfte zur Fortsetzung der Operationen in das Innere der Krivosije verfügbar zu machen. Zwischen 7. bis 10. März wurden in einer combinirten Operation nach heftigen Gefechten Yratlo und Ubli, dann die Linie Grkovac, Yeli Vrh, Napoda und Crkvice besetzt und nach den Gefechten auf der Pazua, dem Őrien und bei Stekanica, dann bei Vel: Zagvozdak, der Sprengung von Dragalj und dem Gefechte am Vrh Sanik und bei Percima gora am 10. März jene Puncte genommen, von welchen aus man die vollständige Unterdrückung der auf ein kleines Territorium beschränkten Aufständischen durch Streifungen in die nördliche Krivosije durchführen konnte. Durch die Gefechte bei Vel: Zagvozdak und Grkovac am 11. März, die Streifungen vom 2. bis 5. April, die Gefechte bei Poljkovac, Dvrsnik, Macja planina, Pazua und Pitomna rupa am 3. April und die Streifung gegen die östlichen Grenz­striche vom 18. bis 20. April wurde die Kampflust der Insur­genten noch mehr herabgestimmt und ihre Widerstandskraft gebrochen. Zur Zeit des Beginnes des Aufstandes in der Krivosije war das Territorium südlich von Cattaro, die sogenannte Zupa, loyal geblieben; am 1. Mai aber gaben in Ober-Pobori 60 Männer die Erklärung ab, keine Leute zur Landwehr stellen zu wollen. Es galt nun, durch rasches Niederschlagen des Aufstandes das Umsichgreifen desselben zu verhüten und das halbe 3. Feld­jäger-Bataillon unter Major Kaliwoda und die halbe Gebirgs- Batterie 1/VI erhielten hiezu den Befehl. Das halbe Bataillon rückte am 2. Mai von Cattaro ab, marschirte über Trinitä-Pipol- jevac und entlang der montenegrinischen Grenze über den Kolozun- Sattel gegen den Golis-Berg vor. Um 9J/2 Uhr Nachts wurde es von den Aufständischen angegriffen, diese jedoch zurückgeworfen. Am 3. wurde das Geplänkel fortgesetzt und am 4. Mai war der Aufstand mit Hilfe der mittlerweile eingetroffenen 3. Compagnie des 43. Infanterie-Regiments und der halben Gebirgs-Batterie 1/VI unterdrückt. Die Insurgenten waren auf montenegrinisches Gebiet übergetreten.

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