Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 6. (Neue Folge, 1892)
Hauptmann Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VII. Bande)
Zügen Degelmann-Uhlanen und einem Zuge Blankenstein-Husaren, zu überfallen. Ausgeschickt, um die Abmarschrichtung der Vorhut Lafayette’s zu constatiren, stiessen die Uhlanen vor Glisuelle auf eine schwache feindliche Cavallerie-Abtheilung, welche alsbald geworfen und gegen den Wald von Sarts (nördlich Maubeuge) hitzig verfolgt wurde; die Jäger-Compagnie folgte den Uhlanen. Da brachen plötzlich aus dem vorgenannten Walde mehrere feindliche Schwadronen heraus und drangen auf die überraschten Oesterreicher ein, welche nun unter einem Verluste von 76 Jägern und 19 Reitern nach Bettignies zurückgingen.1) Die Franzosen ermangelten natürlich nicht, diesen kleinen Erfolg als einen grossen Sieg darzustellen. Von Paris zurückgekehrt, erfuhr Lafayette den Rückzug der Nord-Armee aus Flandern. Er machte nun, da beide Armeen einander jetzt sehr nahe standen (Nord-Armee Valenciennes, Centrum- Armee Maubeuge), Luckner den Vorschlag, gemeinschaftlich die Oesterreicher bei Mons anzugreifen, doch wollte Dieser hievon nichts wissen. -) Hierauf räumte Lafayette am 4. Juli Maubeuge und führte seine Armee am 5. nach Avesnes, am 6. nach La Chapelle, mit der Absicht, von hier aus nach einem mehrtägigen Stillstände zur Ordnung der Verpflegung wieder in sein früheres Lager bei Givet zu rücken. 3) Anfangs Juli standen daher beide Armeen wie folgt: 4) !) K. A. 1792; XIII, 1, S. 55. 21 Lafayette, Mémoires III, 340 und 363. Im österreichischen Hauptquartier war man von dieser Absicht unterrichtet. (K. A. 1792; VII, 4.) 3) Lafayette, Mémoires III, 363. 4) Siehe Tafel VI, Skizze 4.