Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 6. (Neue Folge, 1892)

Hauptmann Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VII. Bande)

1 ■ «ywpt» x) Instruction für GM. Sztáray. K. A. 1792; V, 37. 2) K. A. 1792; V, 20. 3) K. A. 1792; V, 27. Siehe Tafel VI, Skizze 2. 4) In Lille standen die Infanterie-Regimenter Nr. 24, 56, 85, 90, das 13. Cavallerie-Regiment, eine Abtheilung Rrabanter und bei 4000 National­garden ; in Valenciennes waren die Infanterie-Regimenter Nr. 5, 45, 89, mehrere Escadronen und 4 Nationalgarde-Bataillone verblieben. mit der zahlreichsten Cavallerie nichts thun kann, abzuwarten, sodann aber, wenn er die Sambre passire und Blossen gäbe, als­bald mit Nachdruck anzugreifen und zurückzuschlagen.“ Schliesslich wurde noch die Beobachtung einer Furth, eine halbe Stunde unter­halb Charleroi, an empfohlen. ’) Das Corps bei Leuze endlich hatte die Bestimmung, als Reserve „nicht nur die Front, sondern auch Flandern und Namur“ zu decken.2) In den ersten Tagen des Monats Mai kam es bei der beider­seitigen Beschränkung auf die Abwehr, nur zu einigen Vorposten­plänkeleien, nirgends aber zu einem ernsteren Zusammenstosse. Während in dieser Zeit der Herzog von Sachsen-Teschen sein Corps in erwähnter Weise längs der Grenze vertheilte, hatte Marschall Rochambeau nicht nur den grössten Theil der Be­satzungen der rückwärtigen Festungen seines Commando-Bereiches, sowie einige der bei Dünkirchen gestandenen Regimenter heran­gezogen, sondern auch die Garnisonen der meisten Grenzfestungen, mit Ausnahme von Lille und Valenciennes, bedeutend vermindert und in Cantonnements zwischen Maubeuge und Valenciennes ver­legt, woselbst nun gegen 3.0.000 Mann standen,3) abgesehen von den grösseren Besatzungen in Lille und Valenciennes selbst.4) Auch Lafayette zog den grössten Theil seiner noch rückwärts stehenden Truppen heran, die nun etwa 25.000 Mann stark, nächst Givet vereinigt waren, woselbst auch ein grosser Theil der schweren Artillerie eintraf. Diese Bewegungen und Concentrirungen schienen auf einen bevorstehenden neuen Angriff der Franzosen hinzudeuten, während auch Kundschafts-Nachrichten in das kaiserliche Hauptquartier ge­langten, nach welchen der Feind mit den bei Famars versammelten Truppen einen Scheinangriff auf Quiévrain und Boussu beabsich-

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