Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 6. (Neue Folge, 1892)

Hauptmann Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VII. Bande)

Der Feldzug in den Niederlanden 1792. 15 Art, sowie eine Feld-Apotheke zurücklassend. Bei St. Sauve, un­mittelbar vor Valenciennes, wurde der fliehende Haufen durch 2 Bataillone des Infanterie - Regiments Nr. 5, 6 Escadronen und 4 Geschütze aufgenommen, welche gleichfalls Rochambeau auf die Nachricht von dem unglücklichen Ausgange der ersten militäri­schen Unternehmung in diesem Feldzuge, aus der Festung zur Unterstützung entsendet hatte. Der Erfolg dieser beiden Tage war österreichischerseits fast ausschliesslich den Le Loup-Jägern zu danken und dennoch belief sich ihr Verlust nur auf 10 Todte und einige 20 Verwundete, dafür hatten sie 5 Kanonen, 1 Haubitze erobert und nahe an 100 Gefangene gemacht. Der Verlust der Franzosen betrug beiläufig 400 Mann und eine beträchtliche Anzahl Pferde. Eine weitere Verfolgung der Franzosen fand nicht statt. FML. Beaulieu begnügte sich mit dem bisher Errungenen, näch­tigte am 30. April mit seinem Corps bei Boussu und führte am 1. Mai einen Theil derselben wieder nach Mons zurück, eine aus­gedehnte Vorpostenkette zurücklassend. Vorstoss der Franzosen gegen Tournay und Furnes am 29. April.1) Kläglicher noch als der beabsichtigte Angriff auf Mons, en­dete das Unternehmen der Franzosen auf Tournay. General Dillon war dem erhaltenen Befehle gemäss mit 8 Escadronen, denen er 6 Bataillone mit 6 Geschützen folgen liess, zusammen gegen 4000 Mann,1 2) am 28. April Abends unter dem Jubel der Be vülkerung von Lille nach Baisieux abmarschirt, woselbst er um 1 Uhr Nachts anlangte. Am 29. um 6 Uhr Früh überschritt Dillon die Grenze und drängte die schwachen bei Marquain stehenden Vorposten der Tyroler Scharfschützen zurück, wobei einige derselben in Gefangenschaft geriethen. Ungefähr eine halbe Meile auf kaiserlichem Gebiet vorgerückt, liess Dillon seine Co­1) Gefechts-Bericht des GM. Happoncourt. K. A. 1792; IV. 27, Tableau historique de la guerre de la révolution de la France. Tome II, 27 und Fougart et Finot I. 42. 2) Darunter die Infanterie-Regimenter 24 56, 90 und das Jäger-Regi­ment zu Pferde Nr G (K. A. 1792; V, 63), dann das 1., 8. und 13. Cavallerie- Regiment (Fougart et Finot I, 41).

Next

/
Oldalképek
Tartalom