Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 6. (Neue Folge, 1892)
Hauptmann Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VII. Bande)
112 Hausenblas. Fussmarsch durch den fränkischen Kreis in das Gebiet von Luxemburg, woselbst sie in der ersten Hälfte Juli eintrafen. ’) Sie bildeten eine sehr willkommene Verstärkung, da die Besatzung von Luxemburg durch Abgabe von Truppen an das Corps bei Mons (Leib-Bataillon Mathesen Nr. 42), sowie an die Garnisonen von Charleroi (eine Compagnie Dandini-Jäger, eine Escadron Esterházy- Husaren) und Namur (1. Bataillon O’Donell-Frei-Corps.) ~) bereits auf 4’/2 Bataillone, 2 Grenadier-Compagnien und 1/2 Escadron, ungefähr 3000 Mann herabgesunken war und gerade um diese Zeit Lafayette mit der Ardennen-Armee nach Montmédy mar- schirend, abermals Luxemburg bedrohte. Der Herzog ertheilte daher auch dem FML. Schröder Befehl, die neuangekommenen Truppen in der Gegend van St. Hubert, sowie gegen Longwy und Thionville zu verwenden.* 2 3) Mitte Juli waren die Truppen Smakers’, in einem weiten Cordon vertheilt, der von der Maas bis an die Mosel reichte. Am 19. Juli standen in Ciney und Rochefort je zwei Escadronen Esterhazy-Husaren, in St. Hubert das Oberstens- Bataillon von Franz Ulrich Kinsky (Nr. 36) und eine Husaren- Escadron, in Neufchateau das Oberstens-Bataillon von Hohenlohe (Nr. 17) und eine Escadron, in Arlon das Leib-Bataillon von Stuart (Nr. 18) und eine Escadron, zwischen Ax'lon und Remich endlich das Oberstens-Bataillon Mathesen (Nr. 42) und eine Escadron, in kleinere Posten aufgelöst.4) Lafayette hatte nach dem in mehreren Staffeln erfolgten Abmarsche seiner Truppen von La Chapelle selbe zunächst bei Sedan wieder gesammelt und durch Heranziehung des grössten Theiles der Garnison von Givet, sowie Verminderung anderer Garnisonen, verstärkt.5) Am 17. Juli brach er von Sedan auf und marschirte, dem Uebereinkommen mit Luckner entsprechend, in die Gegend 7 K. A. 1792; VI, 41 und VII, 152. Das Oberstens-Bataillon von Hohenlohe und das Leib-Bataillon von Stuart, sowie die Artillerie und der Train wurden bei Miltenheim und Wertheim eingeschifft und fuhren zu Wasser auf dem Main und Rhein bis Coblenz. 2) Vergleiche Ordre de bataille Anfangs Juli. 7 K. A. 1792; VI, 151 und VII, 27. 7 K. A. 1792; VII, 78V2. 6) K. A. 1792; VII, 5 und 8.