Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 5. (Neue Folge, 1891)
Major Duncker: Militärische und politische Actenstücke zur Geschichte des ersten schlesischen Krieges 1741 (Schluss im VI. Band)
’) Diese Stelle bezieht sich wohl jedenfalls auf den am 11. April 1741 von den beiderseitigen Bevollmächtigten in Dresden unterschriebenen Vertrag (siehe II. nag. 219). Nun lässt sich entweder der Termin annoch verkürzen oder nicht. In einem Fall, wie in anderem ist, da sotlianer Termin so nahe vor der Thür ist, kein Augenblick zu verabsäumen, um hiesigerseits die versprochene Hilfsleistung ehemöglichst suchen zu Nutzen zu machen. Zu welchem Ende Ich auch noch weiters gnädigst nicht verhalte: erstlich, dass vorlängst Kur-Sachsen insgeheim sich anheischig gemacht hat, seinerseits zu gleicher Zeit mit gesammter Macht wider Preussen operiren zu wollen, 1j als es von dem König von England, es sei qua König, oder qua Kurfürsten geschehen würde. Zweitens, dass sich auf gleiche Weise auch Russland erklärt habe, und hierzu Alles dergestalten bereit halte, dass nach letzter aus Petersburg eingelaufener Relation nicht wohl im mindesten gezweifelt werden mag, dass dortige Diversion den nämlichen Tag, als von Seiten Englands, ungehindert der schwedischen nicht zu-, sondern abnehmende Bewegung erfolgen werde. Drittens, dass aus dieser Ursache hier kein Augenblick verabsäumt worden, nach Dresden und Petersburg zu berichten, dass sich des Königs von England Majestät sowohl als König, als qua Kurfürst verbunden, zum spätesten den 22. hujus mit den Operationen den Anfang zu machen, und endlich Viertens, dass noch über die längst schon bereit stehenden dänischen und hessen-casselschen Hilfs-Völker gegen 14.000 Mann englische National-Truppen überschifft werden sollen, und zwar wie sich mündlich geäussert worden, um die Republik Holland zur ungesäumten Abgabe ihrer 5000 Mann gleichfalls aufzu- muntern. Nach des Grafen v. Ostein Bericht vom 25. v. M. scheint die Intention des Königs von England dahin zu gehen, durch Diversion zu agiren und zu solchem Ende alle bis nun erwähnten Truppen mit Einhegriff der zu Meiner Disposition seienden 13.000 Mann zusammenzuziehen und die Armee seihst zu com- mandiren; wie denn auch verlauten will, dass ein General von ihm nach Dresden zur Pflegung der gemeinsamen Abrede ins-