Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 5. (Neue Folge, 1891)

Hauptmann Alexich: Die freiwilligen Aufgebote aus den Ländern der ungarischen Krone 1741 und 1742. II. Die Pressburger Landtagsbeschlüsse und die allgemeine Insurrection in Ungarn 1741/42 (Schluss)

Die freiwilligen Aufgebote aus Ungarn 1741 und 1742. 189 Grafen Nádasdy kam nach Olmütz, woselbst es am 12. Juli ein­rückte und verblieb; das andere Bataillon traf unter Commando des Oberstwachtmeisters Balassa mit einem Stande von 13 Offi- cieren und 590 Mann zu Königssaal bei Prag ein und wurde unter Befehl des Obersten sogleich zu den Belagerungs-Arbeiten verwendet. Bei diesem Dienste in den Laufgräben stiess das Bataillon mit den ausfallenden Franzosen zum ersten Male zusammen und hielt sich gut. Der Verlust des Bataillons während der ganzen Dauer der Belagerung betrug vier Todte, drei Verwundete und sechs Vermisste. Das Bataillon wurde dann zum Heere des Prinzen Carl bei seinen Operationen gegen die vom Rhein herziehende zweite französische Armee unter Maillebois eingetheilt, blieb bis Mitte December im Felde und rückte hierauf in die Winter- Quartiere zu St. Georgen und Attersee in Ober-Oesterreich. Das dritte zu Hradisch errichtete Bataillon wurde vom Hofkriegsrath am 10. September gleichfalls zur Armee nach Böhmen beordert und der in Olmütz befindliche Oberstlieutenant Nádasdy zur Uebemahme des Commandos bestimmt. Da inzwischen die Armee die Richtung nach Bayern genommen hatte, so marschierte das Bataillon durch Mähren und Oesterreich nach Linz, dann nach Schärding, bald darauf nach Laufen und von dort wieder nach Böhmen in die Gegend von Eger, um an der Belagerung dieses Platzes theilzunehmen. Das Regiment Haller erhielt als Errichtungs - Station Szegedin und Umgebung zugewiesen. Oberst Haller, bemüht, die Assentierung zu fordern, bat wiederholt um den Einfluss des Hofkriegsrathes und des Palatins; er erreichte es, dass der G. d. C. Graf Károlyi nach Szegedin kam, um ihm an die Hand zu gehen, aber die Resultate waren sehr gering. Da der grössere Theil des Abganges die nördlichen Comitate belastete, hess Károlyi die einzelnen Bataillone, sobald sie die Reeruten aus den südlichen Gcspansehaften aufgenommen hatten, in nördlich gelegene Stationen verlegen. Das Leib-Bataillon kam im April nach Debreczin, das Oberst- Bataillon nach Diószeg im Biharer-Comitat, das Oberstlieutenants- Bataillon nach Jászberény zur Aufstellung, während das Garnisons-

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