Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 5. (Neue Folge, 1891)
Hauptmann Alexich: Die freiwilligen Aufgebote aus den Ländern der ungarischen Krone 1741 und 1742. II. Die Pressburger Landtagsbeschlüsse und die allgemeine Insurrection in Ungarn 1741/42 (Schluss)
180 Alexich. Volkes, zu Meinem, Meines Hauses, des Reiches und der Rechte, sowie der gerechtesten Sache, die es jemals gegeben hat, Schutz, dort wo es nütliig ist, verbleibe, jedoch auf meine Kosten erhalten werde; besonders weil diese Miliz wegen verschiedener eingetretener Hindernisse erst später aufgestellt werden konnte, als mit den getreuen Ständen vereinbart worden. Grosser Dank gebührt dem gütigen göttlichen Wesen, dass die Gefahr, welche zur Zeit des letzten Landtages dem Königreiche selbst nächst bevorzustehen schien, weit von seinen Grenzen abgewendet wurde und aus diesem Grunde der grösste Theil der Lasten, welche die Unterhaltung dieser Miliz verursachte, entfiel. Ich wünsche nicht einmal, dass Jemand einen Theil der Lasten, welche damals offen zutage lagen, auf sich nehme; sondern da Ich die Last der ganzen Unterhaltung nach Ablauf des Militärjahres auf Mich zu nehmen erbötig und bereit bin, handelt es sich alleinig darum, dass der gestellte Soldat von dem Ziele, für welches er bestimmt ist, nicht abberufen werde, bevor das Werk nicht vollendet wäre. Der grösste Theil der Mühen ist überwunden und jedem der Weg zur Vermehrung seines Vortheiles und Ruhmes gebahnt, aber die reichlichsten Früchte werden vorzüglich Jenen zufallen, welche sich aus eigenem Antriebe dem Aufgebote der alten Krieger anschliessen. Ihre, Getreuer Lieber, Sorge wird es sein, alles dieses in Meinem Kamen deutlich und klar Jenen, welche zum Comitate, dem Sie vorstehen, gehören und zwar vorläufig einem Jeden einzeln auseinander zu setzen; den Wetteifer und das Verlangen sich um Mich, um das Vaterland und um den Ruhm des ungarischen Volkes wohlverdient zu machen, weiter anzufachen und die Hoffnung auf Belohnung durchblicken zu lassen, welche vornehmlich Jenen zufallen wird, die es Anderen zuvorthun. Auch werden Sie die Beweise des Wetteifers in solchem Bestreben treulich zu Meiner Kenntniss bringen, damit Ich, so oft sich Mir die Gelegenheit bietet, nach Billigkeit belohnen kann. So gross ist das Vertrauen, welches Ich in den einmüthigen Eifer der getreuen Stände setze, dass Ich im Voraus sicher überzeugt bin, es werde gleichwie meine Liebe gegen jeden Einzelnen