Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs 3. (Neue Folge, 1889)
Oberst von Wetzer: Der Feldzug am Ober-Rhein 1638 und die Belagerung von Breisach. Beiträge zur Geschichte des dreissigjährigen Krieges (Schluss)
80 W e t z e r. 83 todte 287 todte oder gefangene , gemeine Soldaten 301 geschädigte 1 Adjutant geschädigt. Summe der Todtgebliebenen, Geschädigten und Gefangenen 720, Wehrlose 283, In Allem, was keinen Dienst thun kann: 1001 Mann. Den schwedisch-französischen Verlust schätzt FM. Graf Götz auf 500 Mann, und v. d. Grün gibt ausser dem mit mehreren seiner Officiere gefangenen Obristen Leslie noch an, dass Obrist Battigly todt geblieben und Obrist Schönbeck »durch und durch« geschossen worden sei. Das Tagebuch v. d. Grün’s besagt, dass die siegenden Schweden und Franzosen am 26. October »so der Tag St. Galli und manchem bitter genug gewesen« »über 1000 Todte gefunden, welche man all in den Rhein geworfen und also begraben.« Zwei kaiserliche Obriste, fünf Capitains »neben etlichen gemeinen Soldaten« sollen nach v. d. Grün als Gefangene in den Händen der Schweden und Franzosen geblieben sein. Das Theatrum europaeum erzählt, dass auf der Brücke 400 Götz’sche Musketiere vernichtet wurden, ausserdem aber auf der Wahlstatt über 1000 Todte »und unter denselben 3 Obriste tödt- lich verwundet, 5 Lieutenants (Obristlieutenants) nebst vielen Offi- cieren gefunden.« »Ingleichen viel allerhand Gewehr sammt einer grossen Anzahl Schaufeln und Hacken, womit die Kaiserlichen ihre Laufgräben gemacht (?), überkommen, wie denn auch alle dero Arbeiter in besagten Gräben (?) niedergemacht, 5 Capitains aber sammt dem Obristen Neunegg und Obristen Scharter (?) gefangen worden.«') Diese gegnerischen Angaben werden durch den officiellen Verlust-Aus weis der Reichs-Armee auf das richtige Mass zurückgeführt. Es fällt auf, dass in den Berichten Differenzen in der Angabe der Zeit Vorkommen und dies besonders im Tagebuch l l) Theatr. europ. III, 992. 322